VLINQ - Ein Visueller Abfrageassistent für LINQ-to-SQL

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LINQ-to-SQL, den "einfachen" mit .NET 3.5 eingeführten objekt-relationalen-Mapper von Microsoft, spricht man über LINQ-Abfragen an, die man im Programmcode eingeben muss. Zwar bietet Visual Studio 2008 dafür IntelliSense, gerade für Einsteiger ist die von SQL etwas abweichende Syntax aber oft nicht einfach. Das Open-Source-Werkzeug "VLINQ" kann hier helfen, denn es erlaubt, LINQ-Abfragen visuell zu gestalten.

Voraussetzung ist, dass man VLINQ installiert hat und in einem Visual-Studio-Projekt bereits einen LINQ-to-SQL-Datenkontext besitzt. Nun kann man dem Projekt eine .vlinq-Datei hinzufügen. Dabei öffnet Visual Studio den visuellen Designer, in dem man eine oder mehrere Entitäten aus dem Datenkontext auswählen kann. Man kann Joins zusammenklicken und Bedingungen anlegen. Der Designer bietet in allen Eingabefeldern Vorschläge auf Basis des Datenkontextes an.

Besonders interessant ist, dass man die Abfragen direkt in Entwicklungsumgebung testen kann und dabei die Ergebnisse der Abfrage in einer Tabelle sieht. Auch kann man die tatsächlich ausgeführten SQL-Befehle sehen. Den generierten Programmcode (nur C#, kein Visual Basic) kann man per Copy&Paste in den eigenen Quellcode übernehmen.

VLINQ-Abfragen zusammenklicken
VLINQ-Ergebnisanzeige
Übersicht über alle VLINQ-Abfragen

Diese Visual-Studio2008-Erweiterung basiert auf WPF und ist an einigen Stellen etwas verspielt, z.B. werden die verschiedenen Ansichten in einer 3D-Animation gewechselt. Aber das Werkzeug ist sehr nützlich, um LINQ-Befehle zu testen und gehört daher auf das System jedes LINQ-to-SQL-Anwenders. Mit dem ADO.NET Entity Framework kann man VLINQ aber leider bisher nicht nutzen.