Vom Erfolg auf kleinen mobilen Plattformen

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Nicht nur im IT-Bereich ist die Frage nach der Fokussierung wichtig. Die alte Frage lautet, ob ein großer Frosch in einem kleinen Teich besser lebt als als ein kleiner Fisch im weiten Ozean.

Wer eine Applikation für Firefox OS, Tizen oder ein anderes kleines System anbietet, erreicht mit Sicherheit weniger potenzielle User. Allerdings liegt der springende Punkt im Wort potenziell: Wer kein enormes Werbebudget zur Hand hat, erreicht auf den "big two" keine signifikanten Nutzerzahlen mehr.

Auf "neuen" Betriebssystemen ist das Erreichen einer nennenswerten Durchseuchung wesentlich einfacher. Desto weniger Smartphone-Erfahrung die Kunden mitbringen, desto geringer fallen ihre Ansprüche aus: Unter bada ist ein wissenschaftlicher Taschenrechner auch dann ein Hit, wenn der Engine die eine oder andere Funktion fehlt.

Mein Unternehmen konnte mit "kleinen" Plattformen den einen oder anderen Achtungserfolg einfahren. Ein unter Firefox OS und Windows Phone erprobtes Produkt hat beim Launch unter Android den Vorteil, im Großen und Ganzen frei von Kinderkrankheiten zu sein – in der hoch "competitiven Landscape" dieser beiden Plattformen sind derartige Probleme mitunter tödlich.

Zu guter Letzt besteht die Möglichkeit der "schleichenden Migration". Die Nutzer von sterbenden Plattformen kaufen sich später ein anderes Telefon und erinnern sich mit Freuden an ihre "alten Freunde zurück". Dadurch entsteht bei geschicktem Management eine durchaus ansprechende Nutzerbasis, die das Erreichen von guten Platzierungen in den diversen Stores erleichtert.

PS: Diese Strategie funktioniert auch unter Android. Einfach mal statt Amazon und Google Opera und Yandex sagen