Vorabversion von Entity Framework 6.0

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Microsoft setzt das rasante Tempo bei der Weiterentwicklung seines Objekt-Relationalen Mappers "Entity Framework " fort. Nach der Version 5.0, die im August erschienen ist, gibt es nun seit 30.10. die Alpha 1 und seit 10.12. die Alpha 2 der Version 6.0.

Ein wesentliches neues Feature ist die Unterstützung für asynchrones Programmieren mit async und await bei Abfragen (z.B. ToListAsync(), ForEachAsync()) und beim Speichern (SaveChangesAsync())). Für die Code-First -Vorgehensweise kann man nun endlich eigene Konventionen entwickeln; bisher konnte man nur die von Microsoft definierten Konventionen aktivieren oder deaktivieren. Code-First unterstützt nun auch mehrere Modelle in einer Datenbank. Die Migrations History Table ist konfigurierbar. Zudem ist das Code First-Modell nun auch einfacher ohne Konfigurationsdatei steuerbar.

Darüber hinaus geht Microsoft nun den Weg, den OR-Mapper in verschiedene austauschbare Bausteine aufzuteilen (vgl. auch nHibernate).

Einige Anwender konnten bisher nicht von den neuen Mapping-Features in Entity Framework 5.0 (Enums und Geo-Datentypen) profitieren, weil Entity Framework 5.0 nur auf .NET 4.5 läuft (auf .NET 4.0 installiert sich nur ein abgespecktes Entity Framework 4.4, selbst wenn man 5.0 herunterlädt). .NET 4.5 läuft aber nicht mehr auf Windows XP und das ist für viele Kunden ein KO-Kriterium (gestern noch hatte ich diese Herausforderung wieder mit einem unserer Kunden), sodass diese Kunden vorerst bei .NET 4.0 bleiben müssen. Mit Entity Framework Version 6.0 bietet Microsoft dann aber auch Unterstützung für Enums und Geo-Datentypen in .NET 4.0 an.

Erstmals seit der Öffnung von Entity Framework als Open Source-Projekt hat Microsoft auch Beiträge von externen Entwicklern ins Produkt aufgenommen. Dies ist einerseits eine Leistungssteigerung beim Laden großer Modelle und andererseits ein neues API für das Laden von Code First-Konfigurationen aus anderen Assemblies.

Links:

Details im ADO.NET Team Blog

Blogeintrag Scott Guthrie