Was passiert in der Java-Welt – Juli 2017

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Es passiert viel in der Java-Welt, und das ist Fluch und Segen zugleich. Zum einen hält es unseren Job spannend und ermöglicht es uns, mit neuen Technologien zu arbeiten. Aber es macht es auch schwer, auf dem neusten Stand zu bleiben. Bei Letzterem soll die Serie "Was passiert in der Java-Welt" helfen, in der ich jeden Monat einen kurzen Überblick über neue Spezifikationen, Diskussionen und Ereignisse gebe.

Die Arbeiten an Java EE 8 sind auch in den letzten Wochen wieder gut vorangeschritten. Inzwischen liegt für alle Spezifikationen ein Proposal Final Draft oder sogar die finale Version vor. Nachdem es zu Anfang so aussah, als würde es vielleicht gar kein Java EE 8 Release mehr geben, scheint es jetzt so, als müssten wir nicht mehr lange darauf warten.

Viele der Referenzimplementierung der an Java EE 8 beteiligten Spezifikationen wurden inzwischen auch in die Promoted Builds des GlassFish-5-Applikationsserver integriert und können ausprobiert werden.

Bedenken am JSR 376 ausgeräumt

Im letzten Monat war die gescheiterte Abstimmung über das JSR 376 Java Platform Module System noch das große Thema. Inzwischen konnten die Bedenken jedoch ausgeräumt werden, sodass die erneute Abstimmung am 26. Juni erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Somit ist man auch dem für September geplanten Release von JDK 9 einen deutlichen Schritt näher gekommen.

Für alle, die sich mit den Modulen und Abhängigkeiten in Java 9 vertraut machen wollen, gibt es eine kleine, aber sehr nützliche Änderung. Im Javadoc der Module wird nun ein Abhängigkeitsgraph angezeigt, mit dem die Abhängigkeiten zwischen den Modulen schnell und einfach ersichtlich sind.

Wahrscheinlich nur noch wenige Änderungen bis zum Release

Insgesamt scheint sich die Anzahl der Änderungen im JDK 9 und in Java EE 8 in den letzten Wochen deutlich verringert zu haben. Dies mag zum einen sicherlich an der Jahreszeit liegen, es zeigt aber auch, dass sich sowohl JDK 9 als auch Java EE 8 langsam aber sicher dem finalen Release nähern und somit auch nicht mehr so viele Änderungen zu erwarten sind. Dafür beginnt für uns Entwickler mal wieder die Zeit des Ausprobierens und Lernens, um die Änderungen mit ihren Einsatzmöglichkeiten in und Auswirkungen auf unsere Projekte genauer zu verstehen.