colspan=5: Resets, Normalizers, Reboots

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Unter den Evergreens der Webentwicklung: das Thema Reset-Stylesheet. Evergreen-Gründe für sie suchen wir aber auch nach mehr als einem Jahrzehnt noch – so der hier allzeit kritische Autor.

Bootstrap hat nun schon seit einigen Monaten einen neuen Reset oder Normalizer: Reboot. Reset oder Normalizer, weil es keinen Unterschied macht: Es soll alles erst mal gleich aussehen, dann kommen die eigenen Styles, so ist ja der Gedanke.

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Das Problem? Resets und Normalizers (und Reboots) werden gar nicht benötigt. (Leser meiner Website kennen meine Bedenken.) Wurden sie noch nie.

  • Grund 1: Wir testen. Relevante Darstellungsunterschiede zwischen User Agents fallen während des Testens auf.
  • Grund 2: Wir sind Fachleute. Relevante Darstellungsunterschiede können wir beheben.
  • Grund 3: Wir wissen, dass (rein praktisch gesehen gar nachvollziehbar) keiner Resets und Normalizers richtig benutzt – nämlich die Deklarationen und Regeln entfernt, die gar nicht benötigt werden.
  • Grund 4: Wir brauchen den Umweg nicht. User-Agent-Styling, Reset, Styling? Nein: User-Agent-Styling, Styling.
  • Grund 5: Wir wissen, dass Resets und Normalizers unnötig sind, wenn in vielen Fällen gar kein wesentlicher Unterschied besteht, wenn der Reset oder Normalizer einfach entfernt wird. (Dieser Test will gerne öfter durchgeführt werden.)

Vielleicht ist noch ein Grund, dass es auch funktionierende Websites gab, bevor es Resets gab oder dass es erfolgreiche Stylesheets und Frameworks gibt, die auch heute ohne Resets auskommen.

Resets und Normalizers (und Reboots) wurden und werden nicht benötigt.

Doch hier ist etwas, dem ich mich nach Jahren der Kritik auch stellen will: Wenn die Praxis dieser Theorie doch weiter so arg widerspricht, ist dann wirklich die Praxis oder doch die Theorie "lernresistent"? Was übersehen die Pragmatiker, was die Theoretiker?

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