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10 Jahre heise Developer: Die Redaktion stellt sich vor, Teil 3

Im Dezember 2008 ging heise Developer an den Start. Wir nehmen das Jubiläum zum Anlass, die Redaktion vorzustellen. Heute geht es mit Matthias Parbel weiter.

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10 Jahre heise Developer: Die Redaktion stellt sich vor, Teil 3

Matthias hat in den zwölf Jahren, die er bei Heise ist, schon einiges erlebt, War er früher für heise resale, danach für die redaktionelle Betreuung der Veranstaltungen von heise Events zuständig, ist er nun seit einem Jahr in der Redaktion von heise Developer aktiv.

heise Developer: Matthias, stell dich doch bitte unseren Lesern einmal vor. Wie war deine Entwicklung zur IT und zum Redakteur?

Matthias Parbel: Meinen ursprünglichen Wunsch, Kunstgeschichte zu studieren, habe ich zugunsten eines Chemiestudiums verworfen, weil ich damals die Hoffnung hegte, später leichter einen gut bezahlten Job zu finden. Wie das Leben so spielt, kam es aber anders. Nach gefühlt unendlich vielen erfolglosen Bewerbungen als Chemieingenieur kam mir Mitte der 1990er-Jahre die Chance, als Quereinsteiger im IT-Journalismus loszulegen wie gelegen. So startete meine Redakteurslaufbahn bei der Vobis-Kundenzeitschrift Highscreen Highlights. Dort konnte ich mein Interesse an Computern – mein erster Rechner war ein Z80-Klon mit CP/M – und am Schrauben ausleben und damit sogar Geld verdienen. Über einige Zwischenstationen führte mich mein Weg 2006 zu Heise und im vergangenen Jahr schließlich zu heise Developer.

heise Developer: Magst du uns etwas zu deinen Hobbys und deiner Familie erzählen?

Matthias Parbel betreute auch schon vor heise Developer etliche Veranstaltungen.

Matthias: Für meinen Jobwechsel zu Heise musste ich meine Familie zum Umzug von München nach Hannover "überreden". Während meine beiden – damals vier und sechs Jahre alten – Jungs ihr Geburtsland Bayern eher leidenschaftslos verließen, freute sich meine Frau sogar auf das als langweilig verschriene Hannover: Als gebürtiger "Fischkopp" von der Ostsee war ihr der regelmäßige Fön im Voralpenland im wahrsten Sinne des Wortes ein Dorn im Auge – sie hatte immer wieder unter Migränekopfschmerzen zu leiden. Unser gemeinsames Leben in der niedersächsischen Handball-Hochburg ist seither ganz wesentlich vom Sport geprägt. Beide Söhne sind seit Jahren aktive Spieler bis auf Oberliganiveau. Als ehemals selbst aktive Handballer wollen meine Frau und ich natürlich kein Spiel verpassen – kein Wunder also, dass unsere Wochenenden von ausgiebigen Touren zu den Punktspielen im Flächenland Niedersachsen geprägt sind. Mir persönlich bleibt dabei nur wenig Zeit, eigenen Interessen nachzukommen. Viel zu selten widme ich mich der Kunst und Museumsbesuchen oder lese Science-Fiction- und Fantasy-Romane. Nach dem Tod von Terry Pratchett vor drei Jahren musste ich außerdem die Hoffnung begraben, noch jemals weitere Fortsetzungen meiner heißgeliebten Scheibenwelt-Romanserie zu bekommen.

heise Developer: heise Developer feiert gerade seinen 10. Geburtstag. Was hast du denn vor zehn Jahren gemacht?

Matthias: Schon Ende 2006 hatte ich gemeinsam mit Georg Schnurer von der c't für Heise den neuen Online-Channel heise resale an den Start gebracht, der sich als Nachrichten- und Informationsportal gezielt um den Computerfachhandel kümmerte. Der Auftakt in das Jahr 2008 war dann von Turbulenzen beim Computerhändler Vobis geprägt, der mich ja seit meinem Einstieg in den IT-Journalismus begleitet hatte. Der Webshop musste damals geschlossen werden, weil der ihn betreibende Dienstleister Insolvenz angemeldet hatte. Im April unternahmen drei langjährige Vobis-Manager dann den Versuch eines Neustarts: Die Umwandlung der ehemaligen AG in eine GmbH konnte den Niedergang von Vobis aber nicht mehr aufhalten.

heise Developer: Wie bist du bei heise Developer gelandet?

Matthias: Mein interner Abteilungswechsel zu heise Developer fiel im Herbst 2017 in eine Phase, als die Redaktion gerade personell hoffnungslos unterbesetzt war. Obwohl es mir an umfassenden Kenntnissen in Sachen Softwareentwicklung fehlte – meine ersten und letzten ernsthaften Berührungspunkte hatte ich bei der Programmierung in Basic und Turbo Pascal noch während meiner Schulzeit – konnte ich meine langjährige Erfahrung als Heise-Redakteur und aus der Organisation von Veranstaltungen sinnvoll in das Team von heise Developer einbringen.

heise Developer: Worum kümmerst du dich alles?

Matthias: Als mittlerweile vierköpfiges Team kümmern wir uns täglich gemeinsam um die Nachrichten für den Ticker von heise Developer und auch um die tiefergehenden Artikel. Einen wichtigen Teil der Arbeit nimmt aber die Vorbereitung und Durchführung unserer Konferenzen in Anspruch, bei denen wir uns stets gegenseitig unterstützen. Persönlich verantworte ich beispielsweise die parallel, unsere jeweils erste Konferenz im Kalenderjahr, die sich mit Themen rund um parallele und hochperformante Programmierung beschäftigt. Sie findet im Februar 2019 zum inzwischen achten Mal statt und ist auch die erste Konferenz, die heise Developer überhaupt veranstaltet hat. Außerdem betreue ich auch unsere "Big-Data-Konferenz", die data2day.

heise Developer: Was macht dir bei deiner Arbeit am meisten Spaß?

Matthias: Die Arbeit in unserem kleinen motivierten Team macht mir jeden Tag aufs Neue Freude, auch wenn wir uns nur selten persönlich sehen, weil wir über ganz Deutschland verteilt sitzen. Die Kommunikation über Telefon, E-Mail und Chat funktioniert aber so gut, dass der Spaß an der gemeinsamen Arbeit darunter nicht allzu sehr leidet. Auf den bis zu 15 Konferenzen pro Jahr und bei den vorbereitenden Programmplanungssitzungen sehen wir uns ja doch recht regelmäßig auch persönlich. Und die vielfältigen Aufgaben von der Themenrecherche, über das Schreiben von News, Redigieren von Artikeln bis hin zur persönlichen Arbeit mit den Referenten auf den Konferenzen gestalten den Alltag so abwechslungsreich, dass gar keine Langeweile aufkommen kann.

heise Developer: Welches Entwicklerthema findest du besonders spannend?

Matthias: Die Entwicklung bei aktuellen Trends wie Data Science, Machine Learning und Künstliche Intelligenz und deren Anwendung reizen mich, obwohl ich dem Einsatz solcher Technologien persönlich durchaus auch kritisch gegenüber stehe. Mein privates Umfeld halte ich bisher weitgehend frei von "Lauschassistenten" wie Alexa & Co. – allein den Google Assistent in meinem Android-One-Phone dulde ich zumindest eingeschränkt. Immer wieder faszinierend finde ich aber die vielfältigen Möglichkeiten, die sich bei der Analyse großer Datenmengen erschließen und wie sich daraus durch geschickte Visualisierung neue Erkenntnisse gewinnen lassen.

heise Developer: Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen. (ane)