ACM Software System Award geht an Richard Stallman

Die Association for Computing Machinery würdigt mit dem Preis die Leitung um die Entwicklung und Leitung der GNU Compiler Collection. Stallman teilt sich die Bühne unter anderem mit Eric Horvitz von Microsoft.

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Richard Stallman
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Die Association for Computing Machinery existiert bereits seit 1947 und gilt als erste wissenschaftliche Gesellschaft für Informatik. Derzeit gehören ihr rund 78.000 Mitglieder an. Die Association verleiht alljährlich Awards für besondere Leistungen und gab bereits im März Whitfield Diffie und Martin Hellman als Preisträger des besonders angesehenen Hauptpreises, des Turing Award, bekannt, der als inoffizieller Nobelpreis der Informatik gilt.

Ende April hat das Komitee vier weitere Preisträger für Leistungen in individuellen Bereichen benannt. Der prominenteste von ihnen ist Richard Stallman, der den ACM Software System Award erhält. Als Begründung nennt die Meldung Stallmans Verdienste bei der Entwicklung und Leitung der GNU Compiler Collection (GCC), die zahlreiche Innovationen im Bereich Software und Hardware ermöglicht habe. Sie sei zudem Dreh- und Angelpunkt der Free-Software-Bewegung. Die gerade in Version 6.1 veröffentlichte GCC übersetzt unterschiedliche Programmiersprachen von C/C++ über Ada und Fortran bis Java und hat ihre Ursprünge auf dem GNU-Betriebssystem.

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Zu den vergangenen Preisträgern des Software System Award gehört unter anderem die Eclipse Foundation. Richard Stalman erhielt bereits 1990 für seine Arbeit am Editor Emacs von der ACM den Grace Murray Hopper Award. Dieser geht dieses Jahr an Brent Waters für seine Verdienste um attributbasierte und funktionale Verschlüsselung. Weitere Preisträger sind Eric Horvitz von Microsoft Research für die Interaktion zwischen Mensch und Computer im Bereich maschinelles Lernen und Michael Luby für neue Erkenntnisse bei erasure correcting code, die unter anderem die Videoübertragungen im Internet verbessern sollen. (rme)

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