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AWS App Mesh: Amazon öffnet seinen Service Mesh

Mit dem nun generell verfügbaren App Mesh sollen Nutzer der Amazon-Cloud ihre Microservices-Anwendungen überwachen und steuern können.

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AWS App Mesh: Amazon öffnet seinen Service Mesh

Amazons auf der re:Invent 2018 vorgestellter App Mesh ist nun ein von allen nutzbarer AWS-Cloud-Dienst. Es handelt sich dabei um einen Service-Mesh, mit dem Nutzer der Amazon-Cloud ihre Microservices-Anwendungen überwachen und steuern können. Sogenannte Service-Meshes wie Istio, Linkerd und eben App Mesh sind eine zunehmend beliebter werdende Infrastrukturkomponente in Microservice-Architekturen. Sie sollen die Komplexität der verteilten Deployments reduzieren beziehungsweise das Management vereinfachen.

App Mesh bietet einen offenbar deklarativen Ansatz für die Modell-Service-Kommunikation. Nutzer können Regeln für die Service-zu-Service-Kommunikation definieren, und alles andere wird dann wohl automatisch erledigt. Hierfür werden im Rahmen von App Mesh Metriken, Protokolle und Traces und somit Transparenz über die gesamte Anwendung geboten, damit sich Probleme schnell identifizieren und debuggen lassen. App Mesh bietet außerdem Traffic-Routing-Kontrollen, um das Testen und Bereitstellen neuer Versionen von Diensten zu ermöglichen.

Werner Vogels, CTO von Amazon.com, propagiert App Mesh als "AWS-natives Service Mesh", das sich ebenso gut in einfache sowie größere AWS-Angebote integrieren soll. Gemeint sind zum Beispiel AWS Cloud Map, EC2 und AWS Fargate oder Orchestrierungswerkzeuge wie AWS EKS, ECS sowie ein gemanagter Kubernetes-Dienst auf EC2.

Wie sich App Mesh im Einklang mit anderen AWS-Komponenten nutzen lässt

(Bild: AWS)

App Mesh bietet eine von AWS verwaltete Steuerungsebene, mit der Nutzer die Dienste modellieren und eine deklarative Konfiguration zur Identifizierung von Dienstinstanzen und die für die Dienste erforderlichen Richtlinien bereitstellen können. App Mesh nutzt den verbreiteten Open-Source-Netzwerk-Proxy Envoy, der wohl bei vielen AWS-Kunden eh schon im Einsatz ist und als sogenannte Sidecar mit den Anwendungen läuft.

Die generelle Verfügbarkeit impliziert nicht etwa ein bereits fertiges Produkt, sie wird vielmehr als "Startlinie" gesehen, die Kunden abzuholen und mit ihnen gemeinsam am Produkt weiterzubauen. Hierfür wird AWS wohl bald den sogenannten App Mesh Beta Channel starten. Mit ihm sollen Kunden neue Servicefunktionen ausprobieren und Feedback zu ihnen geben können.

Siehe dazu auf heise Developer:

(ane)