AWS stockt Serviceangebot auf

Auf dem AWS Summit Mitte August hat Amazon Web Services unter anderem Dienste zur Datenklassifikation, Migration sowie für Extract-, Transform- und Load-Aufgaben vorgestellt beziehungsweise für die Allgemeinheit verfügbar gemacht.

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AWS stockt Serviceangebot auf
Von
  • Julia Schmidt

Im Rahmen der AWS Summit hat das Unternehmen zahlreiche Ergänzungen seines Angebots vorgestellt. Unter anderem ist der im Dezember 2016 angekündigte Dienst AWS Glue fertiggestellt. Dabei handelt es sich um einen dem Serverless-Ansatz folgenden, für die Cloud optimierten Extract-, Transform- und Load-Dienst (ETL). Im Gegensatz zu anderen Services dieser Art sollen sich Nutzer nicht um die Provisionierung und Ressourcenverwaltung kümmern müssen. Glue stellt zudem Crawler bereit, die Schemata anhand unterschiedlicher Datenquellen, Datentypen und Partitionstypen erkennen oder ableiten können und sie zentral in einem Data Catalog ablegen. Der Dienst kann bei Bedarf automatisch ETL-Skripte in Python generieren, um Daten eines Quellformats in das Format des Ziels umzuwandeln, und bietet die Option, Entwicklungsendpunkte zu erstellen, mit denen sich Glue-Skripte entwickeln und testen lassen.

Als Neuerung stellte AWS zudem Amazon Macie vor: Der Service findet und klassifiziert in Amazon S3 gespeicherte Daten, ordnet jedem Daten-Item einen Geschäftswert zu und überwacht sie dann, um verdächtige Aktivitäten zu erkennen. Damit das funktioniert, kommen Machine-Learning-Algorithmen zum Einsatz, die die Daten über die Zeit analysieren, um Zugriffsmuster und ähnliches aufzudecken und sie als Vergleichswert nutzen zu können. Derweil wurde die AWS Config mit s3-bucket-public-write-prohibited und s3-bucket-public-read-prohibited ausgestattet, sodass Buckets mit öffentlichem Schreib- beziehungsweise Lesezugriff leichter aufzufinden sind. Sollten Anwender ein neues Dateisystem aufsetzen wollen, gibt es nun zudem die Option, die Inhalte der dort hinterlegten Dateien zu verschlüsseln.

Um den Umstieg auf Amazon Web Services zu erleichtern, hat das Unternehmen eigene und von Partnern zur Verfügung gestellte Tools wie den AWS Database Migration Service und AWS Application Discovery Service im AWS Migration Hub zusammengebracht. Er soll Nutzer durch den Migrationsprozess begleiten, die nötigen Werkzeuge anbieten und beim Verfolgen der einzelnen Stadien behilflich sein. Der Hub kann in allen AWS-Regionen genutzt werden, in der auch die Tools zur Verfügung stehen, allerdings läuft er in der US West (Oregon) Region. (jul)