Menü

Abwehr gegen Deepfakes: Offizieller Wettbewerb gestartet

Die Deepfake Detection Challenge ist ein Wettbewerb für Techniken, die mit Machine Learning erstellte Fälschungen identifizieren.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 17 Beiträge
Von

Facebook hat zusammen mit Amazon Web Services, Microsoft, Partnership on AI und Wissenschaftlern renommierter Universitäten die Deepfake Detection Challenge (DFDC) ins Leben gerufen. Bis März 2020 können Interessierte Entwickler und Forscher ihre Techniken zum Erkennen von Deepfakes einreichen. Facebook hatte den Wettbewerb bereits im September angekündigt und hat nun auf der Konferenz NeurIPS 2019 (Neural Information Processing Systems) im kanadischen Vancouver den offiziellen Startschuss gegeben.

Mit dem Wettbewerb wollen die Ausrichter die Forschungsgemeinde motivieren, sich im Kampf gegen Deepfakes zu engagieren. Laut eigenen Angaben investiert Facebook 10 Millionen US-Dollar in den Wettbewerb. Das Preisgeld beläuft sich auf insgesamt eine Million US-Dollar, von denen 500.000 US-Dollar für den ersten Platz vorgesehen sind.

Neben den großen Unternehmen Facebook, AWS und Microsoft sind die Organisation Partnership on AI sowie Wissenschaftler von der Cornell Tech, dem MIT, der University of Oxford, UC Berkeley, University of Maryland, College Park und der University at Albany-SUNY eingebunden.

Grundlage der Challenge ist ein großer Datensatz von Videos und daraus erstellten Fälschungen. Facebook weist ausdrücklich darauf hin, dass es keine Datensätze von Nutzern bereitstellt. Stattdessen haben die Veranstalter des Wettbewerbs eine Reihe von Schauspielern zum Darstellen vielfältiger, realistischer Szenen engagiert und daraus insgesamt 100.000 Videos erstellt, die jeweils danach gekennzeichnet sind, ob es sich um Originale oder mit Machine-Learning-Techniken (ML) manipulierte Videos handelt.

Der Screenshot der Videos zeigt jeweils links das Original und rechts den manipulierten Inhalt.

(Bild: Facebook)

Der Wettbewerb läuft über das Data-Science-Portal Kaggle. Interessierte Entwickler müssen sich bis Anfang März 2020 bewerben und bis Ende desselben Monats ihren Code bereitstellen. Teilnehmer können sowohl offenen als auch proprietären Code einreichen. Das Wettbewerbskomitee zeigt die Ergebnisse beider Arten in einer Rangliste auf, aber Preisgelder wird es nur für Open-Source-Code geben. Alle Beteiligten behalten das Recht an den trainierten Modellen beziehungsweise Datensätzen.

Weitere Details lassen sich dem Facebook-Blog entnehmen. Die genauen Voraussetzungen finden sich auf Kaggle. Dort sind auch eine Anleitung zum Einstieg in den Wettbewerb und die Auflistung der Preisgelder zu finden. Kaggle aktualisiert zudem stetig die Rangliste. (rme)