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Adobe-Chef hält Flash-Streit mit Apple für beendet

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Adobes CEO Shantanu Narayen sieht sein Unternehmen nicht mehr auf Kollisionskurs mit Apple. Der Konflikt um den Verzicht von Adobes Flash-Technik auf den iOS-Geräten werde lediglich immer wieder von der Presse hochgespielt, sagte der Manager am Donnerstag auf der in der Nähe von Los Angeles ausgerichteten Konferenz "D9 – All Things D". Narayen verwies auf Adobes Publishing-Suite, mit der inzwischen über 500 Magazine auf das iPad gebracht worden seien. Außerdem ließen sich mittlerweile mit der Adobe Integrated Runtime (AIR) Flash-Anwendungen für iPhone und iPad schreiben, die dann über Apples App Store vertrieben würden.

Letzteres war allerdings erst möglich geworden, nachdem Apple im September 2010 von dem restriktiven Kurs für seinen App-Shop abgewichen war, nach dem nur die Sprachen C, C++, Objective-C und JavaScript für die Programmierung von in den Shop eingestellte Apps verwendet werden durften. Auch durch Konvertierer, etwa aus .NET- oder Flash-Quellen, erzeugte Programme waren ein halbes Jahr vorher verboten worden. Die Einschränkungen hatten nicht nur bei Entwicklern zu Unmut geführt, sondern auch die Kartellbehörden alarmiert.

Narayen betonte wie vor rund einem Jahr, dass bei Apples Verzicht auf Flash technische Aspekte keine Rolle spielten. Im Zentrum stehe vielmehr die Kontrolle über das eigene Geschäftsmodell. "Wenn man mit Flash programmiert, können die Anwendungen auch auf anderen Plattformen laufen", so der Adobe-Chef. Flash und HMTL5 seien auch keine konkurrierenden Techniken. "Wir tragen selbst aktiv zur Entwicklung von HTML5 bei", betonte Narayen. Adobe erwartet, dass bis Ende 2011 rund 130 Millionen Smartphones Flash unterstützen. "Ich habe bisher noch kein Mobiltelefon getestet, auf dem Flash gut funktioniert", entgegnete Walt Mossberg, Gastgeber der Konferenz "All Things D".

Apple sperrt Flash auf seinen mobilen Geräten aus. Zur Begründung hatte Apple-Chef Steve Jobs im vorigen Jahr erklärt, dass die Technik zu viele Schwächen habe und mit dem kommenden HTML5 verzichtbar werde, mit dem Standard-Videos im Browser laufen können, ohne dass dafür Plug-ins wie Flash und Silverlight benötigt werden. In der Folge war es in den Medien zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen.

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(ane)