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Adobe lagert Flex SDK in unabhängiges Open-Source-Projekt aus

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Adobe wird sein Flex-SDK in die Open Spoon Foundation auslagern. Das "Spoon Project" sei aus der Adobe Community heraus entstanden und soll das Entwicklungskit in Zukunft pflegen und weiterentwickeln. Obwohl Adobe mittlerweile HTML5 als langfristig bessere Technik für Unternehmensanwendungen propagiert, werde man sich weiter an der Entwicklung des Flex-SDKs beteiligen.

Bei Adobe sei man sich im Klaren darüber, dass man die Entscheidungen zum Flex-SDK besser hätte kommunizieren können. In den kommenden Wochen und Monaten wolle man sich daher mit regelmäßigen Updates zum Stand der Entwicklung mitteilen. Sobald sich das neue Verwaltungsgremium unter dem Dach des Spoon-Projekts etabliert habe, werde man auch die Roadmap für die Entwicklung des SDKs anpassen. Bereits angekündigte Feature des Frameworks werde man übernehmen und auch am kommenden Release der Version 4.6 des SDKs (zum 29. November 2011) soll festgehalten werden.

Das Spoon Project selbst soll unter die Leitung von Entwicklern aus dem Flex SDK Engineering Team, herausragenden Entwicklern aus der Flex Community, Mitgliedern der Open Spoon Foundation sowie Vertretern einzelner Unternehmenskunden gestellt werden. Organisatorisch orientiert man sich dabei am Mozilla-Modell, die Codebasis soll in einzelnen Modulen (wie Compiler, I18n, Themes, Data Binding …) verwaltet werden, denen jeweils ein eigener "Module Owner" vorsteht. Diese wiederum würden eng mit Adobe zusammenarbeiten, um die Ausrichtung einzelner Module zu definieren. Umfassende Details zum Projekt, dessen Struktur und der geplanten Abläufe fasst das Spoon Project in einer eigenen Übersicht zusammen.

Nachdem man die Entwicklung in die Open Spoon Foundation ausgelagert habe, würde Adobe viele der an Flex beteiligten Entwickler und Produktmanager auf die weitere Entwicklung seiner HTML-Plattform ansetzen. Konkret werde man WebKit und jQuery unterstützen, PhoneGap (dessen Hersteller Nitobi Adobe erst vor kurzem übernommen hat) weiter voranbringen und an neuen Werkzeugen für die Anwendungsentwicklung mit HTML5 arbeiten, wie aus einem Schreiben der beiden Adobe-Produktmanager Andrew Shorten und Deepa Subramaniam hervorgeht. (rl)