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AllJoyn: Freies P2P-Framework von Qualcomm

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Qualcomms Innovation Center (QuIC) hat auf dem gestern zu Ende gegangenen Mobile World Congress ein P2P-Framework vorgestellt, mit dessen Hilfe Entwickler Anwendungen entwickeln können, die eine Nahfeld-Kommunikation zwischen Geräten ermöglichen, ohne dass ein Server als Vermittler vorhanden sein muss. Auf die Weise können Applikationen zwischen Geräten direkt per WLAN oder Bluetooth kommunizieren, ohne dass eine UMTS-Verbindung oder ein WLAN-Zugangspunkt vorhanden sein muss.

AllJoyn – so der Name des Frameworks – soll viele der aktuellen Herausforderungen bei P2P-Verbindungen lösen. Hierzu gehören beispielsweise transparente Geräte und Service-Discovery, Netzwerk-Funktionen, Routing von Nachrichten und ein Security-Framework zur Verschlüsselung und Authentifizierung der Kommunikation. Die Technik ist plattformunabhängig und steht als Open-Source-Projekt unter der Apache-2.0-Lizenz zur Verfügung. Zurzeit sind Implementierungen für C++ und Java verfügbar. Qualcomm hofft, dass die Community Portierungen für weitere Sprachen entwickelt. Als Verbindungstechniken werden im Moment WLAN und Bluetooth unterstützt. Sie stellen aber nur zwei von weiteren in Zukunft denkbaren Verbindungswegen dar.

Qualcomm hat bereits demonstriert, das sich AllJoyn auf Windows, Android, Linux und Maemo portieren lässt. Während bei der Demonstration auf dem MWC die Android-Plattform im Vordergrund stand, hat Qualcomm angekündigt, das Framework auf seine eigene Feature-Phone-Plattform Brew MP zu portieren. Die Idee hinter AllJoyn ist, alle denkbaren Endgeräte auf einfache Weise miteinander kommunizieren zu lassen. Mögliche Einsatzgebiete für AllJoyn sind zum Beispiel Peer-to-Peer-Spiele, sicherer Dateiaustausch zwischen Endgeräten, erweiterte Set-Top-Box-Funktionen, der Austausch von Fotos oder Automobil-Infotainment. (Kay Glahn) / (ane)