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Amazon Lumberyard 1.4 integriert Lua in den Editor

Der Lua-Editor und die Skripting API soll Spiele-Designern und Gestaltern von Animationen die Arbeitsabläufe erleichtern. Zu den weiteren Neuerungen gehört ein Netzwerk-Analysetool und die Möglichkeit, mehrere Server auf einer AWS-EC2-Instanz zu starten.

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Amazon Lumberyard 1.4 bringt einen Lua-Editor

Amazons Lumberyard ist eine Spiele-Engine, die auf der CryEngine basiert. Sie bietet eine direkte Anbindung an Amazon Web Services (AWS). Kosten fallen für die genutzten AWS-Dienste wie die Verwendung von EC2-Instanzen (Elastic Compute Cloud) an. Die Nutzung der Engine ist dagegen kostenlos. Entwickler dürfen eigene Server zum Betreiben der mit Lumberyard entwickelten Spiele nutzen, aber den Einsatz auf anderen Cloud-Diensten untersagen die Lizenzbedingungen.

Während Version 1.3 zahlreiche Erweiterungen bezüglich der grafischen Darstellung und der Entwicklung von Virtual-Reality-Spielen brachte, liegen die großen Neuerungen von Version 1.4 vor allem in dem für Gamer nicht sichtbaren Bereich. So gibt es jetzt eine verbesserte Anbindung der Skriptsprache Lua. Damit können Teams Abläufe für Level-Designer und die Gestalter von grafischen Animationen automatisieren. Bisher konnten Entwickler zwar Lua-Skripte verwenden, mussten sie aber in einem externen Editor schreiben. Nun können sie den Lumberyard-Editor zum Schreiben verwenden und Skripte innerhalb der Entwicklungsumgebung debuggen. Die Macher haben zudem eine neue API eingeführt, mit der Designer und Grafiker die Animationen der Charakter über das Mannequin-System mit Lua steuern können.

Neu ist zudem die Möglichkeit, Daten via OpenSSL verschlüsselt zwischen dem Game-Server und den Clients auszutauschen, um sensible Daten zu schützen. Das ebenfalls in Version 1.4 hinzugekommene Netzwerk-Analysewerkzeug gibt eine Übersicht über die Ressourcen, die ein Lumberyard-Spielserver nutzt. Damit können Entwickler die Auslastung optimieren und beispielsweise erkennen, welche Auswirkungen die Verschlüsselung bestimmter Datenpakete hat.

Der Netzwerk-Profiler hilft beim Feintuning und der Entscheidung, ob mehrere Server auf einer EC2-Instanz ohne Einbußen laufen können.

(Bild: Amazon)

Bisher konnte auf einer EC2-Instanz nur ein Spielserver laufen. Ab dem neuen Release dürfen sowohl mehrere Server desselben Spiels als auch unterschiedliche Server auf einer Instanz vorhanden sein, sofern es die jeweilige CPU- und Netzwerkauslastung erlaubt.

Weitere Details stehen im Amazon-Blog. Lumberyard ist nicht Open Source, aber der Quellcode existiert zur Ansicht. Trotz der Versionsnummer 1.4 behält die Spiele-Engine weiterhin offiziell den Beta-Status. Die deutsche Website zu Lumberyard verweist bei den Downloads noch auf Version 1.3, aber das Herunterladen des 1.4-Releases ist über die internationale Seite möglich. (rme)