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Amazon Neptun: Graph-Datenbank-Dienst jetzt allgemein verfügbar

Der von Amazon bereits auf der re:Invent 2017 angekündigte Graph-Datenbankservice Neptun steht nun in allen Regionen zur Verfügung. Die aktuelle Version hat dabei einige Neuerungen aufzuweisen.

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Amazons Graphendatenbank ist nun überall verfügbar

Randall Hunt, Senior Technical Evangelist bei Amazon AWS, kündigt in einem Beitrag auf dem AWS News Blog die allgemeine Verfügbarkeit des Dienstes Neptun an, der den Nutzern die Arbeit mit Graph-Datenbanken erleichtern soll. Verfügbar ist dieser Dienst demnach über die drei Amazon-Rechenzentren in den USA (North Virginia, Ohio und Oregon) sowie über das europäische Rechenzentrum in Irland.

Amazon beschreibt Neptun als einen schnellen, zuverlässigen, hoch verfügbaren und vollständig verwalteten Graph-Datenbankservice, in dessen Kern eine speziell entwickelte Graphen-Datenbank-Engine arbeitet. Sie wurde laut den Machern hinter diesem Dienst für die Speicherung von Milliarden von Beziehungen und für die Abfrage des Graphen mit einer Latenzzeit im Millisekunden-Bereich optimiert.

Das Starten eines Neptune Clusters über die AWS Management Console. (Bild: Amazon)

Neptun unterstützt die zwei populären Diagrammmodelle Property Graph und RDF (Resource Description Framework) von W3C. Das geschieht dabei mit Hilfe der Abfragesprachen Apache TinkerPop Gremlin und SPARQL,

Nach der Vorstellung dieses Dienstes auf der AWS-re:invent-Konferenz im November 2017 haben laut Hunt viele Kunden die Preview-Version getestet und entsprechendes Feedback an Amazon gegeben. Auch durch diese Rückmeldung habe man es nach seiner Aussage geschafft, die nun allgemein verfügbare Version mit einigen Verbesserung im Vergleich zur Vorabversion des letzten Jahres versehen. So habe man neben grundsätzlichen Verbesserungen bei der Performance und bei den Updates nun sowohl die Unterstützung für AWS Cloud Formation als auch AWS-Kommandozeilen- und -SDK-Support integriert.

Die Version der Abfragesprache Apache TinkerPop haben die AWS-Entwickler auf 3.3.2 erhöht. Schließlich bietet Neptun aktuell auch die Unterstützung für IAM-Rollen mittels "Bulk Loading" von Amazons Objektspeicher S3. Auf GitHub stellt Amazon zwei Repositories mit Tools und Beispielen für den Einsatz von Neptun bereit. Wer sich grundsätzlich über die Möglichkeiten von Neptun informieren möchte, kann dazu auch auf einen ausführlichen Beitrag ebenfalls von Randall Hunt zurückgreifen, den dieser anlässlich der Vorstellung des Dienste auf der re:invent im vergangenen Jahr veröffentlicht hat. (fms)