Amazon Virtual Private Cloud für alle

Amazons Virtual Private Cloud hat die Betaphase überstanden und ist ab sofort für alle verfügbar. Damit können innerhalb der Amazon Web Services Cloud eigene private Netzwerke errichtet werden.

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Von
  • Robert Lippert

Amazon hat die Betaphase seiner Virtual Private Cloud (VPC) für abgeschlossen erklärt und stellt den Service über verschiedene Verfügbarkeitszonen hinweg in allen AWS-Regionen offiziell zur Verfügung.

Mit Amazon VPC lassen sich private Bereiche innerhalb der Amazon Web Services Cloud reservieren. Darin lassen sich eigene Netzwerkarchitekturen definieren, die weitgehend herkömmlichen Netzwerken entsprechen, wie man es aus dem eigenen Rechenzentrum her kennt. Nutzer haben dadurch die vollständige Kontrolle über Ihre virtuelle Netzwerkumgebung, unter anderem bei der Auswahl des eigenen IP-Adressbereichs, der Erstellung von Subnetzen und der Konfiguration von Routentabellen und Netzwerk-Gateways.

Adressen für die VPC können aus einem beliebigen IPv4-Adressbereich und auch aus RFC 1918 oder öffentlich routbaren IP-Blöcken gewählt werden. Adressen aus dem IPv6-Adressbereich können derzeit nicht genutzt werden. Auf nähere Details geht Amazon in einem eigenen FAQ zur VPC ein.

Mit der allgemeinen Verfügbarkeit der VPC ergänzt Amazon auch neue Funktionen in seinen Cloud-Service. So kann eine Virtual Private Cloud auch über mehrere Verfügbarkeitszonen (Availability Zone) einer Region hinweg angelegt werden und einzelne Subnetze wiederum einzelnen Verfügbarkeitszonen zugeordnet werden. Neu ist auch die Unterstützung von mehreren VPCs innerhalb eines einzigen AWS-Accounts. Damit lassen sich voneinander unabhängige Netzwerke (z. B. für das Produktivsystem, das Entwicklersystem und die Testumgebung) aufsetzen.

Weitere Funktionen will Amazon im Laufe der Zeit nachreichen. Unter anderem arbeite man bereits an einem Elastic-MapReduce-Feature, Elastic Load Balancing und einem relationalen Datenbankservice innerhalb einer VPC.

Nach Angaben von Amazon fallen für die Verwendung der Amazon Virtual Private Cloud außer den normalen Amazon-EC2-Nutzungsgebühren keine zusätzlichen Kosten an, lediglich für VPN-Verbindungen mit 0,05 US-Dollar pro VPN-Verbindungsstunde (wobei jede angefangene Stunde berechnet wird). (rl)