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Amazon Web Services: Lambda-Dienst unterstützt Python

Den Cloud-Dienst, der im November 2014 als Service für mit Node.js betriebene JavaScript-Anwendungen gestartet wurde, können nun auch Python-Entwickler nutzen. Außerdem lässt sich hiermit nun der AWS-Dienst Virtual Private Cloud nutzen.

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Der Lambda-Datenverarbeitungsdienst von Amazon Web Services unterstützt nun die Entwicklung mit Python, gab Amazon auf der hauseigenen Veranstaltung Re:Invent bekannt. Vor rund einem Jahr war Lambda als Public-Cloud-Service vorgestellt worden. Mit ihm lässt sich Software betreiben, ohne dass dafür eine passende Infrastruktur zu reservieren wäre. Die erforderlichen Hardware-Ressourcen werden dynamisch zugewiesen, das wird von diversen Events ausgelöst. Konkurrenzplattformen wie die Google Cloud Platform oder Microsoft Azure können solch ein Angebot derzeit noch nicht aufweisen.

Zum Start gab es den Lambda-Service nur für mit Node.js betriebene JavaScript-Anwendungen, diesen Sommer folgte dann die Unterstützung von Java. Mit Python gibt es nun eine dritte Programmierplattform, die gerade in den letzten Jahren an Popularität gewinnen konnte. Python war beispielsweise die erste Programmiersprache, die sich in Googles Platform as a Service – der App Engine – nutzen ließ. Außerdem hat sie an den wichtigsten US-Universitäten Java als Lehrsprache Nummer eins abgelöst.

Die Funktionsweise von AWS Lambda lässt sich anhand eines Foto-Sharing-Dienstes erklären, bei dem ein User ein Bild von seinem Smartphone auf S3 (Simple Storage Service) hochlädt. Dieser Upload bedeutet ein Event, das eine App für das Erstellen eines Thumbnails startet. Für diese Software ist keine Hardware oder VM zu reservieren – werden mehr Bilder parallel hochgeladen, wird automatisch mehr Hardware hinzugefügt.

Im Falle von Python lässt sich der Code als Zip-Datei über die AWS-Kommandozeile oder die Lambda-Konsole hochladen, in der Folge übernimmt der Dienst alles, was benötigt wird, damit der Python-Code skaliert und hochverfügbar läuft. Das geht so weit, dass man eine Programmfunktion nun auch für nur einen gewissen Zeitraum (die sog. "5 Minute Functions") nutzen kann.

Außerdem wird jetzt der AWS-Dienst Virtual Private Cloud (VPC) unterstützt. Damit lassen sich private Bereiche innerhalb der AWS-Cloud reservieren, in denen man eigene Netzwerkarchitekturen definieren kann, die weitgehend herkömmlichen Netzwerken entsprechen, wie man es aus dem eigenen Rechenzentrum her kennt. Nutzer haben dadurch die vollständige Kontrolle über ihre virtuelle Netzwerkumgebung. (ane)