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Amazon startet Cloud-Plattform für das Internet der Dinge

Nach Microsoft, IBM, Salesforce.com und Co. stehen nun auch bei Amazon Web Services die Zeichen der Zeit auf dem Internet der Dinge. Für den Cloud-Konzern sind die Fähigkeiten im Umgang mit der Cloud der Schlüssel für den Erfolg im Bereich IoT.

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AWS re:Invent 2015

CTO Werner Vogels führte wieder durch die Neuerungen der AWS re:Invent 2015

(Bild: AWS)

Nicht verwunderlich ist der Datenkrake Amazon auch für den großen Markt rund um das Internet der Dinge gerüstet. So wurde auf der hauseigenen AWS-Entwicklerkonferenz (Amazon Web Services) re:Invent mit AWS IoT ein neuer Managed-Cloud-Service für die Entwicklung und den Betrieb von Anwendungen für das Internet of Things (IoT) vorgestellt. Die neue Cloud-Plattform beruht auf bestehender AWS-Infrastruktur.

Entwickler sind also in der Lage, ihre für IoT-Geräte wie Sensor-Grids und Beleuchtungen, aber auch für Autos und Turbinen vorgesehenen Anwendungen mit etablierten AWS-Diensten zu integrieren, zu betreiben und in der Folge die verarbeiteten Daten zu analysieren. Genannt werden hier DynamoDB, S3 (Simple Storage Service), SNS (Simple Notification Service), SQS (Simple Queue Service), Lambda, Machine Learning und Kinesis. Dafür bietet die Plattform Geräte-Gateways, Regel-Engine und eine Registry, die die ein- und ausgehenden Gerätedaten festhält. Unterstützt werden dabei Publish-Subscribe-Gateways und Protokolle wie MQTT und HTTPS.

Die neue IoT-Plattform thematisch auf einen Blick

(Bild: AWS)

Als Geräte-Partner hat Amazon zum Start etliche Unternehmen gewinnen können, was durch die Bereitstellung einiger Startpakete für unterschiedliche Geräteplattformen durch Unternehmen wie Arrow, Avnet, Broadcom, Intel, Marvell, Mediatek, Microchip, Qualcomm, Renasas, SeedStudio und Texas Instruments deutlich wird. Außerdem hat der Cloud-Riese SDKs für C, JavaScript und Arduino-Yún-Geräte bereitgestellt.

Als Lockangebot zum Abonnieren des derzeit noch mit Beta-Status versehenen Dienstes bietet Amazon monatlich 250.000 Nachrichten für die ersten zwölf Monate kostenlos an. Gemeint sind damit von einem IoT-Gerät an die AWS-Cloud gesendete Daten. Danach soll der Dienst mit 5 US-Dollar pro einer Million Nachrichten bepreist werden. Amazon konkurriert mit seinem Angebot mit anderen Cloud-Anbietern wie Microsoft, Google und Salesforce.com.

Die jetzigen Neuerungen passen gut ins Bild zu den Aussagen, die Werner Vogels, Chief Technology Officer von AWS, im Sommer heise Developer gegenüber ins Spiel gebracht hatte. So sind für ihn die Fähigkeiten im Umgang mit der Cloud der Schlüssel für den Erfolg im Bereich IoT. "Ohne die Skalierbarkeit der Cloud wäre IoT weiterhin ein Theoriegebilde, das sich noch nicht realisieren lässt," so Vogels. Nur ein verteiltes System wie die Cloud sei in der Lage, mit dem rasanten Wachstum an Daten Schritt zu halten, und die Entwicklung von IoT wäre ohne es nicht möglich. (ane)