Android 11: Developer Preview 2 erweitert Funktionen für Foldables und 5G

Die zweite Vorschauversion des kommenden Androids bringt unter anderem Ergänzungen für Foldables und die 5G-Anbindung.

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Google hat die zweite Developer Preview von Android 11 veröffentlicht. Die Neuerungen zielen unter anderem erneut auf die 5G-Anbindung und neue Gerätetypen. Bei den Privacy-Einstellungen gibt es neue Richtlinien für die Kamera und das Mikrofon. Außerdem können vor allem Spiele nun eine gewünschte Bildwiederholfrequenz jenseits von 60Hz angeben.

Wie der Name anzeigt, zielt die Preview auf Entwickler, die ihre Apps auf die kommende Version von Googles mobilem Betriebssystem vorbereiten möchten. Das aktuelle Release hat nach wie vor keinen Betastatus: Laut der aktuellen Planung soll im Mai die Betaphase starten, und das endgültige Release ist für das dritte Quartal geplant.

Die Roadmap sieht Developer Previews bis April vor, der die Betaphase im Mai und die Stabilisierung ab Juni folgen soll.

(Bild: Google)

Die im Februar veröffentlichte erste Developer Preview von Android 11 hatte bereits einige Funktionen an Bord, die vor allem auf 5G-Geräte zielen. Die zweite Vorschauversion führt eine 5G-State-API ein, über die Apps anfragen können, auf welche Art von Netz die Nutzer zugreifen. Der Blogbeitrag unterscheidet zwischen 5G NR (New Radio) und Non-Standalone-Netzen (NSA), wobei wohl eher eine Unterscheidung zwischen Letzteren und 5G Standalone (SA) gemeint sein dürfte.

Für Foldables können Apps in Android 11 den Scharnierwinkel abfragen, um die Anzeige entsprechend anzupassen. Sie können den als android.sensor.hinge_angle verfügbaren Sensor direkt oder über die AndroidX-API ansprechen, um den genauen Winkel abzufragen.

Android 11 erweitert zudem das Manifest-Attribut android:foregroundServiceType für Dienste im Vordergrund, die für Zugriffe auf sensible Daten eine spezielle Benachrichtigung anzeigen müssen. In Android 10 diente es unter anderem zum Abfragen des Standorts, und das aktuelle Release erweitert es um die Freigabe der Kamera und des Mikrofons.

Auch hinsichtlich des ebenfalls in der vorigen Android-Version eingeführten Scoped Storage, der jeder App eine isolierte Sandbox auf externem Storage wie SD-Karten zuteilt, gibt es einige Ergänzungen. So lassen sich nun Dateien aus dem Legacy-Storage-Modell, das kein Sandboxing bietet, auf Scoped Storage übertragen, und Android 11 bietet eine bessere Verwaltung der Dateien im Cache.

Spiele und andere Apps können neuerdings eine bevorzugte Bildwiederholfrequenz auswählen und damit auf Geräten, die mehr als die übliche Rate von 60Hz bieten, ein Umschalten beispielsweise auf 90Hz oder 120Hz zur Laufzeit auslösen. Die Frame-Rate-API ist sowohl für das SDK als auch für das NDK (Native Development Kit) verfügbar, das für maschinennahe Anwendungen vor allem in C beziehungsweise C++ ausgelegt ist.

Einem geschmeidigeren Übergang des Soft Keyboards widmet sich ein API-Set für IME Transitions (Input Method Editor). Apps können über das Interface WindowInsetsAnimation.Callback Events zu Änderungen in der Position des Soft Keyboards verarbeiten und es über WindowInsetsAnimationController eigenständig steuern.

Apps können in Android 11 die Position des Soft Keyboards steuern.

(Bild: Google)

Zu den weiterer nennenswerte Neuerungen in der zweiten Developer Preview gehört das Emulieren der Front- und Back-Kamera im Android Emulator. Außerdem können Endgeräte mit Android 11 beim Reboot nach einem OTA-Update (Over the Air) die zuvor gelaufenen Anwendungen wieder starten. Apps können in dem Fall auf den CE-Storage (Credential Encrypted) zugreifen, ohne dass Nutzer sich zuvor anmelden müssen.

Weitere Details zur Developer Preview 2 von Android 11 lassen sich dem Android-Entwicklerblog entnehmen. Das Device System Image ist für die Google-Geräte Pixel 2, Pixel 3, Pixel 3a und Pixel 4 jeweils in der regulären und der XL-Variante verfügbar. Außerdem lässt sich der Android Emulator zum Testen von Apps mit Android 11 nutzen. (rme)