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Android-Anwendungen aus Bauklötzen

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Nach einer einjährigen geschlossenen Testphase will Google heute seine Entwicklungsumgebung App Inventor zur Nutzung im Beta-Test freigeben. Die Software besteht aus einer lokalen in Java geschriebenen Komponente und einem Dienst bei Google, der die Projektverwaltung übernimmt. Sie läuft auf Windows, OS X sowie Linux und benötigt Java 6. Ein Google-Account ist Voraussetzung für die Arbeit mit App-Inventor. Interessenten müssen sich mit dieser Mail-Adresse registrieren und auf die Freigabe von Google warten.

Im App Inventor klickt man eine Anwendung durch Drag & Drop vorgegebener Blöcke zusammen.

(Bild: google.com)

Mit App Inventor sollen auch Programmierlaien Anwendungen erstellen können. Dazu kombinieren sie in einem lokalen Editor vorgefertigte Codeblöcke, die Google bereitstellt. Diese Blöcke kapseln nicht nur Android-typische Funktionen wie SMS-Versand, sondern auch Programmkonstrukte wie Schleifen If-Abfragen. Die zweite Komponente der IDE ist der Designer, mit dem man die Oberfläche der Anwendung im Web-Browser zusammenstellt. Einen Emulator gibt es noch nicht. Deshalb muss zum Testen ein Android-Telefon vorhanden und per USB-Kabel mit dem Rechner verbunden sein.

Wer den Dienst verwendet, überlässt laut Nutzungsbedingungen Google eine kostenlose Lizenz an den von ihm erstellten Anwendungen. Sie gewährt dem Unternehmen das Recht, das Programm zu verändern, wenn das nötig ist, um den App-Inventor-Service bereitzustellen. Außerdem behält es sich vor, Anwendungen vom Dienst auszuschließen oder zu entfernen und Nutzern jederzeit den Zugang zu ihm zu verweigern. Unklar ist bislang, ob sich aus einer App-Inventor-Anwendung der Code extrahieren und mit dem SDK weiterverarbeiten lässt. Auch zum Vertrieb solcher Apps über den Android-Store gibt es noch keine Aussagen. (ck)