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Android-Apps: Einmal Update, bitte – im Hintergrund

Auf dem Android Dev Summit hat Google eine Reihe Tools und Aktualisierungen vorgestellt: unter anderem eine API, die Updates von Android-Apps erzwingen kann.

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Android

Im Rahmen des Android Dev Summit hat Google eine Fülle an Neuerungen für Android-Entwickler angekündigt. Dazu gehören die Unterstützung sogenannter "Foldables", also faltbarer Smartphones und der neuen Version der Programmiersprache Kotlin. Updates bekommen außerdem Android Jetpack, Studio und App Bundles. Darüber hinaus sollen Entwickler eine neue API bekommen, die zum Update einer App verpflichtet.

Mit der In-App Updates API können Entwickler in Zukunft Einfluss darauf nehmen, welche Version einer App Anwender verwenden. Sie soll zwei Optionen anbieten: eine Full-Screen-Benachrichtigung beim Starten einer App sowie eine flexiblere Variante, die ein weiteres Verwenden der App ermöglicht. Die erste Variante soll für kritische Updates, also beispielsweise bei größeren Bugs, zum Einsatz kommen. Nutzer müssen dann die App zunächst aktualisieren, bevor die Nachricht verschwindet. Variante zwei ist weniger störend – sie erlaubt das Nutzen der App, während das Upgrade im Hintergrund herunterlädt.

Google testet die API zurzeit mit ausgewählten Partnern. Für alle anderen Entwickler soll sie jedoch ebenfalls bald verfügbar sein.

Die restlichen Ankündigungen sind wenig überraschend. Die Android-Unterstützung für die neuen "Falt"-Smartphones war im Zuge der Produktvorstellung von Samsung zur selben Zeit schon gegeben. Auch, dass Android-Entwickler mit der neuen Version der Programmiersprache Kotlin arbeiten können, scheint selbstverständlich: Mehr als ein Drittel der App-Entwickler setzen auf die Sprache aus dem Hause JetBrains.

Die ebenfalls angekündigte Beta 3 von Android Studio 3.3 enthält den bereits angekündigten Code Shrinker R8 als Preview. Darüber hinaus soll die Entwicklungsumgebung Anfang 2019 auch mit Chrome OS arbeiten können. Für Android Jetpack, eine Sammlung von Tools und APIs, sollen diesen Monat zwei neue Bibliotheken als Beta vorliegen: Navigation und Work Manager. Erstere soll einen einfachen Weg bieten, Androids Navigationsprinzipien in einer App umzusetzen. Zweitere soll das Ausführen von Hintergrundaufgaben effizienter machen, indem sie je nach Zustand der Applikation verschiedene Wege wählt.

Eine ausführliche Liste der Ankündigungen findet sich im Developer-Blog von Google. (bbo)