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Android-Apps müssen ab Sommer strengeren API-Vorgaben folgen

Die Anpassung auf die API für Android 9 dient vor allem der besseren Sicherheit. Die Vorgaben gelten ab Sommer beziehungsweise Herbst.

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Android-Apps müssen ab Sommer strengeren API-Vorgaben folgen

Google hat für das kommende Jahr wie bereits für 2018 strengere API-Vorgaben für Android-Apps veröffentlicht. Neue Anwendungen für das mobile Betriebssystem müssen ab August auf API-Level 28 ausgelegt sein. Für Updates bereits im Store angebotener Apps gilt noch eine Frist bis November. Das API-Level entspricht der Zielplattform Android 9 Pie.

Grund für die Anpassung ist die erhöhte Sicherheit. Die jüngeren Android-Releases bringen unter anderem deutlich strengere Richtlinien für Berechtigungen mit, die für die Nutzer transparenter zeigen, was eine Anwendung vorhat. Im Dezember 2017 hatte Google aus denselben Gründen bereits für August 2018 beziehungsweise November 2018 das API-Level 26 (Android 8.0) gefordert.

Die Anpassung bedeutet freilich nicht, dass die Apps nicht auf älteren Android-Systemen laufen. Damit würden die angepassten Apps bei den meisten Nutzern gar nicht laufen, da die Hersteller der Smartphones nach wie vor mit ihren Updates hinterherhinken. Im jüngsten Dashboard mit der Android-Verteilung vom Oktober 2018 taucht Android 9.0 nach wie vor nicht auf, was eine Verbreitung unter 0,1 Prozent bedeutet. Oreo 8.0 und 8.1, die API-Level 26 und 27 entsprechen, kommen zusammen auf 21,5 Prozent.

Die Android-Verteilung vom Herbst 2018 führt Pie nicht einmal auf.

(Bild: Android Developer: Distribution Dashboard )

Entwickler müssen ab August beziehungsweise November lediglich für die targetSdkVersion mindestens 28 vorgeben, wodurch die strikteren Richtlinien gelten. Sie dürfen aber weiterhin eine andere minSdkVersion angeben, die bestimmt, welches API-Level das Endgerät mindestens haben muss.

Anderen Android-Stores kann Google freilich keine direkten Vorgaben machen. Allerdings geben chinesische Stores wohl ebenfalls Richtlinien für 2019 vor, bleiben damit aber zunächst beim API-Level 26, also Oreo 8.0. Ähnliches gilt für Google Play Protect, das ab August vor neuen Apps und ab November vor Updates unter API-Level 26 warnen wird – unabhängig von der Herkunft der Anwendung.

Eine Lücke sind nach wie vor Apps, die keine Updates erhalten. Für sie gelten die strengeren Richtlinien gar nicht. Weitere Details zu den Anforderungen und Zeiträumen lassen sich dem Android-Entwickler-Blog entnehmen. (rme)