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Android Q: Letzte Beta bereitet das Release vor

In wenigen Wochen sollen Android-Anwender die jüngste Version des Betriebssystems erhalten. Die sechste Beta bereitet Entwickler darauf vor.

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Google hat die sechste und letzte Beta von Android Q veröffentlicht. Neue Funktionen gibt es im Vergleich zur Beta 5 erwartungsgemäß nicht, und die APIs sind bereits seit der vierten Beta fertig. Lediglich bei der Gestensteuerung hat das Android-Team noch nachgearbeitet. Darüber hinaus beschränken sich die Neuerungen auf Bugfixes und Optimierungen. Entwickler erhalten mit der Beta 6 die jüngsten System-Images für Pixel-Endgeräte und den Android-Emulator sowie das endgültige SDK (Software Development Kit) für die API 29, die Programmierschnittstelle zu Android Q.

Das Logo von Android Q

(Bild: Google)

Die Gestensteuerung ist bereits seit der Beta 3 implementiert, und die fünfte hat ein paar Ergänzungen unter anderem zum Starten von Google Assistant mitgebracht. Bei der jüngsten Beta gibt es lediglich ein paar Anpassungen. So können Nutzer die Empfindlichkeit einstellen, mit der Endgeräte die Geste für Zurück erkennen. Außerdem gibt es eine Höhengrenze von 200 dp (Density-indepent Pixels) bei Apps für diese Geste.

Entwickler können bereits seit der vierten Beta Apps, die auf Android Q ausgelegt sind, in Google Play veröffentlichen. Im Betaprogramm sind als berechtigte Geräte, deren System-Image in der Beta enthalten ist, lediglich die Pixel-Smartphones von Google gelistet. Das Tablet Pixel C hat bereits das Update auf Android 9 nicht erhalten.

Die Liste aller Geräte, für die eine Beta von Android Q verfügbar ist, führt neben den Google-Pixel-Telefonen 18 Smartphones von Drittanbietern auf. Darunter auch das Huawei Mate 20 Pro, dessen Beta-Seite allerdings auf dem Stand vom Mai ist, kurz bevor Google die Zusammenarbeit mit Huawei aufgrund des US-Banns beendet und Android-Updates gesperrt hatte.

Wer kein physisches Endgerät zum Testen der Beta zur Hand hat, kann den Emulator verwenden.

(Bild: Google)

Entwickler können das offizielle API-29-SDK für Android Studio 3.4 herunterladen, um ihre Anwendungen auf Android Q vorzubereiten. Alternativ können sie die Beta von Version 3.5 der Entwicklungsumgebung nutzen, die vor allem weitere Verbesserungen für Projekt Marble enthält. Google hatte Android Studio 3.5 bereits beim Release der zweiten Beta von Android Q empfohlen, obwohl es seinerzeit nur als Canary Build verfügbar war. Eine Anleitung zum Installieren des Android-Q-SDK in Android-Studio findet sich in der Dokumentation für Android-Entwickler.

Die neuen Funktionen hatte Google über die ersten drei Beta-Releases verteilt.
Die im März veröffentlichte Beta 1 hatte vor allem Änderungen für Netzwerkverbindungen, eine bessere Kontrolle über die Einstellungen zur Privatsphäre sowie neue Codecs an Bord. Außerdem lässt sich Android seitdem für Foldables verwenden.

Android-Q-Anwendungen sollten den Einsatz auf Foldables berücksichtigen.

(Bild: Google)

Im April brachte die Beta 2 eine als Bubbles bezeichnete Form der Benachrichtigung. Aus Entwicklersicht ist seitdem vor allem der sogenannte Scoped Storage eine wichtige Neuerung in Android Q: Er teilt jeder App eine isolierte Sandbox auf externen Speichermedien zu. Die dritte Beta führte im Mai eine erweiterte Gestensteuerung, weitere Ergänzungen bei den Benachrichtigungen und einen Dark Mode ein. Außerdem lässt sich damit das Android-Gerät als Schlüssel zum Google-Konto nutzen.

Weitere Details zur Beta 6 von Android Q und den Möglichkeiten, die Beta herunterzuladen, um eigene Apps zu testen, finden sich im Android-Entwicklerblog. Derzeit scheint es zumindest keine Verzögerungen zu geben, nachdem die Verteilung der Android-Q-Beta nicht immer reibungslos verlief. Das Verteilen der fünften Beta hatte Google kurz nach der Ankündigung zunächst zurückgehalten und erst nach Korrekturen am folgenden Tag fortgesetzt. (rme)