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Android Studio 2.3 bringt Feinschliff der Entwicklungsumgebung

Die jüngste Version der Entwicklungsumgebung für Android bringt unter anderem Verbesserungen bei den Layouts und der Instant-Run-Funktion. Außerdem haben die Macher den Emulator erweitert.

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Android Studio 2.3 konzentriert sich auf Verbesserungen der IDE

Knapp drei Monate nach der Veröffentlichung von Android Studio 2.2 hat Google nun Version 2.3 der Entwicklungsumgebung für Android freigegeben. Wie beim Vorgänger gibt es keine wesentlichen neuen Features. Stattdessen liegt der Fokus auf Qualitätsverbesserungen vor allem im Bereich Layout, Build-Prozess und Testen. Einige bisher experimentelle Funktionen gelten nun als stabil beziehungsweise sind standardmäßig aktiviert.

Das ConstraintLayout, das wie das RelativeLayout zum Erstellen flexibler Schnittstellen dient, die sich den Größenverhältnissen des Endgeräts anpassen, gilt jetzt offiziell als stabil. Entwickler können neuerdings zwei oder mehrere Views miteinander verknüpfen, um sie beispielsweise gleichmäßig über die vorhandene Breite zu verteilen. Außerdem lassen sich die Ausmaße von Elementen im ConstraintLayout relativ zur Gesamtgröße definieren.

Elemente im ConstraintLayout lassen sich miteinander verketten.

(Bild: Google)

Für mehr Übersicht in der Widget-Palette sorgt eine Filterfunktion und eine Vorschau der Elemente. Außerdem können Entwickler für jedes Widget ihre favorisierten Eigenschaften definieren. Auch die Material Icons lassen sich filtern und besitzen eine Kurzbeschreibung der Symbole. Für schlankere APK-Dateien (Android Package) sollen Bilder im WebP-Format sorgen, das wie PNG verlustfrei ist, aber eine höhere Kompression bieten kann. Android Studio wandelt auf Wunsch PNG- in WebP-Dateien um.

Die Instant-Run-Funktion soll zuverlässiger laufen als bisher. Außerdem ist die Integration in die Oberfläche transparenter: Der Run-Button löst nun immer einen Neustart der Anwendung aus, während der Apply Changes-Button versucht, Codeänderungen während des Betriebs der App auszutauschen. Android Studio 2.3 nutzt standardmäßig den Build Cache. Das System zum Cachen von Bibliotheken hatten die Macher bereits im Vorgänger integriert, aber defaultmäßig deaktiviert.

Der Android Emulator teilt sich nun (wieder) die Zwischenablage mit der Workstation, sodass Entwickler Text über Copy-and-paste direkt austauschen können. Da sich der Emulator nicht mehr im selben Verzeichnis wie die SDK Tools befindet, sondern in einem separaten, müssen Entwickler eventuell ihre Skripte anpassen. Außerdem ersetzt der Befehl avdmanager das bisherige android avd, das nun als überholt (deprecated) gilt.

Entwickler können Texte zwischen Emulator und Workstation kopieren und einfügen.

(Bild: Google)

Weitere Neuerungen wie die erweiterten Vorlagen lassen sich dem Blogbeitrag entnehmen. Android Studio basiert auf IntelliJ IDEA und ist kostenlos auf der offiziellen Website verfügbar. Nutzer der Vorversion können die Funktion Check for Update (Windows/Linux) beziehungsweise Check for Updates (OS X) zur Aktualisierung nutzen. (rme)