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Entwicklungsumgebung Android Studio 3.5: mit Project Marble zu mehr Effizienz

Im Zuge des Project Marble zur grundsätzlichen besseren Qualität der IDE ist Android Studio nun schneller, performanter und effizienter geworden.

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(Bild: dpa, Andrea Warnecke)

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Google hat die Version 3.5 der Entwicklungsumgebung Android Studio 3.5 freigegeben. Das mit ihr einhergehende Versprechen ist, dass die Programmierumgebung zur Entwicklung von Android-Apps nun schneller, performanter und effizienter beim Speicherverbrauch sein soll.

Die neue Ausgabe stand ganz im Zeichen der Produktqualität, und sie bringt die Arbeiten der damit verbundenen Project-Marble-Initiative zum Ende, bei der es darum ging, grundlegende Funktionen und Abläufe von Android Studio und Emulator zu stabilisieren, indem man sich auf drei Kernbereiche konzentrierte: Systemzustand, das Aufpolieren und Bereinigen von Features und Bugfixing. Letztlich wurden offenbar 600 Fehler, 50 Speicherlecks und 20 IDE-Hänger beseitigt sowie die Latenzzeit bei der Typisierung von XML und Kotlin reduziert.

Zusätzlich haben die Entwickler der Ablauf der App-Bereitstellung angesehen und den "Instant Run"-Bereich vollständig neu strukturiert und ihn durch "Apply Changes" ersetzt. Mit Letzterem modifiziert man eine APK-Datei nicht mehr während des Builds, sondern zur Laufzeit.

Mit Android Studio 3.5 erkennt die IDE, wenn ein App-Projekt mehr RAM auf einem Rechner mit höherer RAM-Kapazität benötigt und benachrichtigt Entwickler, damit sie die Speicherplatzgröße erhöhen. Das geht auch initial unter Appearance & Behavior | Memory Settings. Eine weitere wesentliche Änderung ist das Hinzufügen inkrementeller Builds zu sogenannten Annotation Processors wie Glide, AndroidX-Datenbindung, Dagger, Realm und Kotlin (Kapt). Die inkrementelle Unterstützung hat wohl einen erheblichen Einfluss auf die Build-Geschwindigkeit.

Für Windows-Nutzer hatte man festgestellt, dass die Zugriffszeiten auf die Festplatten-I/Os im Durchschnitt deutlich höher als bei anderen Plattformen gewesen waren. Es stellte sich heraus, dass die Standardkonfiguration von Antivirenscannern das Erstellen von Ausgabeverzeichnissen nicht optimal berücksichtigte. In Android Studio 3.5 finden sich nun Wege, hier ein besseres Setup zu finden.

Weitere Informationen, insbesondere zur Motivation der Marble-Initiative, zum neuen Release finden sich in der Ankündigung. Die neuen Features hatte Google schon ausführlich zum Beta-Release beschrieben. Ausführlich geht es auch in den Release Notes zu. (ane)