Android fürs Internet der Dinge: Die APIs von Android Things sind fertig

Der erste Release Candidate von Android Things bringt wenige Ergänzungen beim SDK, das nun als stabil gilt. Auch die Integration des Berechtigungsmodells in die Developer-Konsole bereitet auf das 1.0-Release vor.

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Android Things: Die APIs sind fertig

Google hat die achte Developer Preview von Android Things veröffentlicht, dem Android fürs Internet der Dinge. Die neue Version gilt gleichzeitig als Release Candidate.

Nach den Aufräumarbeiten an der API für die Developer Preview 7, ist das SDK nun Feature Complete, und es soll bis zum endgültigen 1.0-Release keine maßgeblichen Änderungen mehr geben, die zu Inkompatibilität führen (Breaking Changes).

Eine wesentliche Neuerung ist das Berechtigungsmodell für Android Things. Das System setzt ebenso wie das für Smartphones und Tablet ausgerichtete Android auf unterschiedliche Berechtigungen, aber bisher hat das System sie Apps automatisch beim Booten gegeben. Ab sofort bietet die Developer-Konsole eine Schnittstelle, mit der sich die für eine Anwendung benötigte Berechtigungen verwalten lassen. Sie gelten nur für den produktiven Einsatz, denn Android Studio nickt während der Entwicklung weiterhin automatisch alle Berechtigungen ab.

Entwickler können ab sofort ihr Anwendungen in der sogenannten App Library verwalten. Ebenfalls neu ist der CATEGORY_HOME -Intent zum Starten der Hauptanwendung eines IoT-Endgeräts, der die bisherige Vorgehensweise über den IOT_LAUNCHER-Intent ersetzt. Da das System Letzteren nicht mehr auswertet, müssen Entwickler ihre Anwendungen anpassen.

Bei den APIs gibt es nur wenige Änderungen. Unter anderem lassen sich im BluetoothConfigManager die über Bluetooth angeschlossenen I/O-Ressourcen des Endgeräts angeben. IO_CAPABILITY_NONE für keine Anschlüsse ist die Standardeinstellung, über andere Werte lässt sich festlegen, dass ein Display, eine Tastatur oder vereinfachte Eingabegeräte via Bluetooth angeschlossen sind.

Außerdem bekommt der InputDriver zusätzliche Event-Typen, und das Team hat das Framework zur Positionsbestimmung erweitert. Anpassungen bei den Parametern für Callbacks soll das Zusammenspiel mit der Programmiersprache Kotlin verbessern.

Weitere Neuerungen wie die Erweiterungen der Developer-Konsole lassen sich dem Android-Entwicklerblog entnehmen. Einen geplanten Zeitpunkt für das 1.0-Release nennt der Beitrag derzeit noch nicht.

Siehe dazu auf heise Developer:

(rme)