Android Wear 2.0: Vierte Developer Preview bringt Authentisierungs-APIs

Googles Betriebssystem für Smartwatches und andere Wearables bringt neben Programmierschnittstellen für OAuth und Google Sign-in erstmals die Möglichkeit, In-App-Käufe direkt über das Endgerät zu tätigen.

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Android Wear 2.0: Vierte Developer Preview bringt Authentifizierung

Google hat die vierte Developer Preview von Android Wear 2.0 veröffentlicht. Die wesentlichen Neuerungen sind APIs zur Authentifizierung. Die OAuth-API funktioniert im Zusammenspiel mit einem Smartphone: Zunächst klicken die Anwender einen Button auf der Uhr an, sie bekommen anschließend einen Dialog zur eigentlichen Anmeldung auf dem Android- oder iOS-Telefon angezeigt. Anschließend kann die App sich dann gegenüber dem Server eigenständig authentisieren. Ähnlich funktioniert das Zusammenspiel mit Google Sign-in, bei dem die Nutzer lediglich den passenden Account auswählen.

Zudem können Entwickler mit der Preview erstmals In-App-Käufe direkt integrieren. Dazu dient eine Abfrage der vierstelligen Google-Account-PIN, mit der die Träger der Uhr Einkäufe ohne den Umweg übers Smartphone autorisieren.

Auch wenn der Fokus von Android Wear 2.0 darauf liegt, dass die Smartwatch-Apps möglichst selbstständig arbeiten, haben wohl einige Entwickler den Wunsch geäußert, das Zusammenspiel mit passenden Apps auf dem Smartphone zu verbessern. Dazu dienen zwei neue API-Aufrufe: PlayStoreAvailability zeigt auf dem verbundenen Telefon den Play Store mit der zur Smartwatch-App passenden Anwendung an. Mit RemoteIntent lässt sich auf dem Smartphone eine spezifische URL öffnen.

Ein Comeback feiert das sogenannte Swipe-to-dismiss. Die Geste, mit der Anwender in Android Wear 1.0 aktive Elemente durch Wischen entfernen, ist nun standardmäßig für Activities vorgesehen. Das neue SwipeDismissFrameLayout erlaubt Entwicklern, die Wischbewegung abzufangen und passend für ihre App zu implementieren.

Weitere Details unter anderem zur Kompatibilität zu Android Wear 1.0 und Icons, die ein Einbrennen des Displays vermeiden sollen, finden sich im Android-Entwicklerblog. Auf dem Google Developer Day China 2016 hat der Internetriese zudem auch eine erste Developer Preview speziell für chinesische Entwickler vorgestellt. (rme)