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AngularJS: AtScript ist tot, lang lebe TypeScript

Zum Auftakt der AngularJS-Konferenz ng-conf wurde das im Oktober 2014 für AngularJS 2.0 vorgestellte AtScript ad acta gelegt. Stattdessen soll nun TypeScript zum Einsatz kommen.

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AngularJS: AtScript ist tot, lang lebe TypeScript

Während der Begrüßungs-Keynote zur AngularJS-Konferenz ng-conf haben die Mitglieder des Entwicklerteams Brad Green und Igor Minar das Ende des JavaScript-Aufsatzes AtScript ausgerufen. Zu diesem Zweck kam ihnen Microsofts Jonathan Turner zu Hilfe, der sich als Program Manager um Microsofts JavaScript-Alternative TypeScript kümmert. Wie sich herausstellte, haben die beiden Teams innerhalb der letzten Monate intensiv zusammengearbeitet, sodass man bei Microsoft alle Wünsche, die die Angular-Entwickler mit AtScript erfüllen wollten, in TypeScript einarbeiten konnte.

Eine eigene Entwicklung sei also nicht länger nötig, weshalb man in Zukunft nicht mehr von AtScript, sondern von TypeScript spräche. Angular soll allerdings nicht exklusiv an TypeScript gebunden sein, Entwickler sollen auch weiterhin ECMAScript 5 und die kommende Version 6 (ECMAScript 2015) einsetzen können. Pünktlich zur Ankündigung erschien auf dem TypeScript-Blog ein Eintrag zur Zusammenarbeit mit den AngularJS-Entwicklern und den daraus entstandenen Neuerungen. Hierunter fallen unter anderem eine neue Herangehensweise, um Klassendeklarationen mit Metadaten annotieren zu können. Entwickler von Bibliotheken und Anwendungen sollen so in der Lage sein, Code von Informationen über ihn zu trennen. Darüber hinaus sollen sich mit dem kommenden Release Typinformationen zur Laufzeit gewinnen lassen.

TypeScript 1.5 soll allen Ansprüchen des AngularJS-Teams genügen, weshalb eine eigene Entwicklung wohl nicht mehr nötig ist.

(Bild: ng-conf )

Um Nutzern, die bereits mit Angular 1.x vertraut und durch die angekündigten Umstrukturierungsmaßnahmen und Neuerungen verunsichert sind, eine Orientierungshilfe zu geben, widmete sich die Begrüßung noch einmal den Unterschieden zwischen dem aktuellen und dem kommenden Entwicklungsstrang. Zwar seien Syntax (zum Beispiel was Templates anbelangt) und Semantik in AngularJS 2.0 etwas anders als bisher, allerdings seien die wichtigsten Techniken wie Dependency Injection oder Data Binding sowie die Anbindung an Tools wie Protractor und Karma noch immer vorhanden und würden zudem verbessert. Darüber hinaus gibt es wohl einige Vereinfachungen und neue Konzepte, zu denen etwa Web Components zählen. Als eines der wichtigsten Ziele wurde die Förderung der Produktivität der Entwickler genannt.

Green und Minar nutzten die Gelegenheit aber auch, um zu demonstrieren, dass sich das AngularJS-Team derzeit nicht nur um Version 2.0 des Frameworks kümmert, sondern auch weiterhin in die 1.x-Reihe investiert. So wurde etwa der für AngularJS 2.0 gebaute Router für das kommende Release 1.4 portiert. Er soll besonders in mobilen Anwendungsszenarien und komplexen Situationen in großen Apps punkten können. Aber auch in Sachen Internationalisierung und Performance soll es Verbesserungen geben, da viele Nutzer sich in Gesprächen zu diesen Elementen geäußert hätten. Ein erster Release Candidate für AngularJS 1.4 soll nächste Woche erscheinen.

(jul)