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Anwendungs-Container: Docker kann weitere 95 Millionen sichern

Nachdem Docker 2014 bereits Investitionen von etwa 55 Millionen US-Dollar zugute kamen, soll die aktuelle Runde sicherstellen, dass man nach Veröffentlichung des Enterprise-Angebots eine entsprechende Servicequalität gewähren kann.

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Das hinter Docker stehende Unternehmen gleichen Namens hat in einer von Insight Venture Partners angeführten Finanzierungsrunde 95 Millionen US-Dollar erhalten. Die letzte Finanzspritze gab es im September 2014 – damals konnte sich Docker bereits 40 Millionen sichern. Neben den bisherigen Geldgebern zählen nun auch Goldman Sachs, Coatue Management und Northern Trust zu den Investoren, wobei Goldman wohl unter anderem aufgrund der guten Erfahrungen in der eigenen IT-Abteilung Geld in das Unternehmen steckt.

In einem Blogeintrag erklärte Dockers CEO Ben Golub, warum man so kurz nach der letzten Runde nun wieder Mittel sichert und was man plant, damit anzustellen. Zwar arbeite man momentan noch immer mit den Geldern, die man in der zweiten Finanzierungsrunde bekommen hätte, allerdings befände man sich gerade in einer Phase, in der es in kurzer Zeit viele Änderungen gäbe. Ein finanzielles Polster könne dafür sorgen, dass man auch weiterhin der wachsenden Nachfrage standhalten könne, da sich bereits in den letzten Monaten mehr getan hätte, als man im Vorhinein hätte absehen können. Etwa hätte sich die Nachfrage seit der letzten Runde um das Zehnfache erhöht.

Nachdem man unter anderem mit Branchengrößen wie Microsoft und IBM Partnerschaften abschließen konnte, will Docker vor allem sicherstellen, dass man bei der Veröffentlichung des Enterprise-Angebots, das wohl noch für dieses Quartal geplant ist, der Nachfrage auf jeden Fall nachkommen und eine entsprechende Servicequalität leisten könne. Das Angebot befindet sich wohl derzeit in der Betaphase mit 15 Organisationen, von denen etwa die Hälfte aus Fortune-50-Unternehmen bestünde.

Seit September konnte Docker die Anzahl seiner Mitarbeiter verdoppeln, sodass das Unternehmen nun 120 Personen beschäftigt und die Plattform weiter ausbauen. So stehen nun unter anderem Hilfsmittel zur Orchstrierung wie Docker Compose zur Verfügung, man konnte ein Sicherheitsmodell entwicklen, APIs und Plug-ins zur Verfügung stellen und bessere ergänzende Tools und Benutzeroberflächen erarbeiten. Des weiteren steckte das Unternehmen wie angekündigt Zeit und Arbeitskraft in Angebote die mit Support oder Verwaltung zu tun haben.

Das positive finanzielle Klima rund um Docker und seine Containertechnik, bei der Anwendungen und ihre Abhängigkeiten in sogenannte Container verpackt werden, in denen sie sich verteilen und ausführen lassen, wirkt sich scheinbar auch auf andere Unternehmen im zugehörigen Ökosystem aus. So erhielt etwa ClusterHQ im Februar 2015 zwölf Millionen US-Dollar für seine Zwecke. Das Unternehmen bietet unter anderem mit Powerstrip ein Werkzeug zum Erstellen von Prototypen für Docker an und gibt mit Flocker die Möglichkeit, Datenbanken in Containern laufen zu lassen. Laut Golub erhielten in letzter Zeit etwa 30 Start-ups, die sich mit Docker-Produkten verdingen, Förderung. (jul)