Anwendungs-Container: Docker übernimmt mit Conductant die Macher von Apache Aurora

Das Docker-Team möchte Teile des Aurora-Projekts in Docker Swarm integrieren. Das Framework baut auf Mesos auf und automatisiert die Bereitstellung von Applikationen beziehungsweise Containern.

 –  0 Kommentare
Docker übernimmt mit  Conductant die Macher von Apache Aurora

(Bild: Theo Schacht - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0)

Die Firma Conductant dürfte in Deutschland nur wenigen bekannt sein. Das Start-up besteht aus den drei Softwareingenieuren John Sirois, David Chung und Bill Farner. Letzterer hat Apache Aurora ins Leben gerufen, ein Framework, das Applikationen automatisch verteilt. Administratoren definieren, welche Anforderungen hinsichtlich Speicher und CPU eine Anwendung hat und welche Abhängigkeiten es gibt. Die Konfiguration übergibt Aurora an Apache Mesos, das sich um die Verteilung kümmert. Aurora kommt auch zum Skalieren von Applikationen zum Einsatz, und bei Updates führt es im Fehlerfall ein Rollback aus.

Der Blog-Beitrag zur Conductant-Übernahme trägt den bezeichnenden Titel "Docker heißt die Macher des Aurora Projekts willkommen" und beschäftigt sich inhaltlich nahezu ausschließlich mit den Möglichkeiten, die Docker im Orchestrierungsframework sieht. So denkt das Team über eine Integration von Aurora in Swarm nach, das Docker-Hosts zu einem Cluster zusammenführt. Swarm bringt zwar seinen eigenen Scheduler zur automatisierten Verteilung von Applikationen beziehungsweise Containern mit, der aber offenbar nicht so ausgereift ist wie Apache Mesos.

Durch die direkte Integration in die Docker-Familie dürfte Apache Aurora an Gewicht im Wettstreit der Orchestireungsframeworks gewinnen. Alternative Tools sind Googles Kubernetes und Marathon, das ebenfalls auf Mesos aufsetzt. Der Blog-Beitrag betont jedoch auch, dass Aurora nicht fest integriert werden, sondern ein optionaler Bestandteil bleiben soll. Dasselbe gilt auch umgekehrt für Aurora-Nutzer, die nicht auf Docker setzen. (rme)