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Anwendungs-Container: Googles Compute Engine unterstützt Docker

Der Internet-Konzern hat auf der Google Cloud Platform Live die neue Container Engine zur Nutzung der Container-Verpackungstechnik Docker in der eigenen Cloud-Plattform und einige weitere Dienste angekündigt.

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Brian Stevens, Vice President of Product Management bei Google, hat auf die Verfügbarkeit der Container Engine hingewiesen. Dabei handelt es sich um einen Cloud-Dienst zur Nutzung der Container-Verpackungstechnik Docker innerhalb der Rechen-Cluster des Unternehmens. Mit ihr lassen sich Anwendungen samt ihrer Abhängigkeiten in Container verpacken, in denen sie sich später leicht weitergeben und ausführen lassen. Im Vergleich zu virtuellen Maschinen sind die Docker-Container sparsamer im Umgang mit Ressourcen und können schneller starten.

Der auf den virtuellen Maschinen in Googles Compute Engine laufende Dienst basiert auf dem vom Internet-Konzern initiierten Kubernetes-Projekt, das den anfänglichen Konfigurationsaufwand für die Docker-Anwendungen gering halten soll. Derzeit hat die Container Engine noch Alpha-Status.

Google ist nicht das einzige Unternehmen, das bei der Einbindung der Docker-Technik Tempo macht. Erst kürzlich ist Microsoft eine Partnerschaft mit dem hinter Docker maßgeblich stehenden Unternehmen eingegangen, um die Technik auf Microsofts Plattformen nativ nutzen zu können. Bei Kubernetes, das mittlerweile auch unter Microsofts Cloud-Umgebung Azure funktioniert, haben sich die Redmonder in die Entwicklung eingeklinkt.

Die Ankündigung der Container Engine ist nicht die einzige Neuerung in Googles Cloud-Bereich. So haben die im Frühling 2014 vorgestellten Managed VMs für die App Engine nun Beta-Status. Damit sollen Entwickler ihre Programme in einer verwalteten virtuellen Maschine betreiben und dabei sämtliche Features der Compute Engine nutzen können, in der die Dienste für das Programm laufen. Die Managed VMs für die Platform as a Service (PaaS) unterstützen jetzt Möglichkeiten zur automatischen Skalierung sowie für mit Docker-Containern erstellten Laufzeitumgebungen. Außerdem wurde das Googles Cloud SDK integriert.

Die Konsequenz aus den Neuerungen ist, dass sich wohl sämtliche Programmiersprachen oder -bibliotheken einsetzen lassen und sich die gesamte Laufzeitumgebung austauschen lässt. Dadurch ist es nun auch möglich, Node.js mit der App Engine zu verwenden. Schließlich können Nutzer auf eine breitere Palette der mit der Compute Engine bereitgestellten Maschinen zugreifen.

Die Ankündigungen erfolgten auf der Google Cloud Platform Live in San Francisco, wo auch ein Update zur Übernahme von Firebase, die Beta-Verfügbarkeit des Cloud Debugger und den neuen Google Compute Engine Autoscaler hingewiesen wurde. Mit Letzterem lassen sich virtuelle Maschinen dynamisch an die tatsächliche Verwendung anpassen. (ane)