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Anwendungs-Container mit Docker: Giant Swarm startet Microservice-Infrastruktur

Mit Docker lassen sich Anwendungen samt ihrer Abhängigkeiten in Container verpacken. Giant Swarm nutzt die DockerCon Europe zur Öffnung seiner auf Docker und CoreOS basierenden Microservice-Infrastruktur.

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Docker-Container: Giant Swarm startet Microservice-Infrastruktur

Die Giant Swarm GmbH hat eine offene Alpha-Version ihrer Microservice-Infrastruktur angekündigt. Bislang war der Dienst nur wenigen Nutzern vorbehalten, jedoch hatte das Kölner Unternehmen auf etliche Interessenten auf der Warteliste, die nun die Möglichkeit haben, Giant Swarm zumindest während der Alpha-Phase kostenlos zu testen. Der Dienst setzt auf CoreOS und Docker, um eine native Container-Umgebung anzubieten, und kümmert sich dabei um die unterliegende Infrastruktur.

Mit Docker lassen sich Anwendungen samt ihrer Abhängigkeiten in Container verpacken, in denen sie sich später leicht weitergeben und ausführen lassen. Im Vergleich zu virtuellen Maschinen sind die Docker-Container sparsamer im Umgang mit Ressourcen und können schneller starten. CoreOS ist durch seine für den Cloud-Einsatz auf das Wesentliche reduzierte Linux-Distribution bekannt geworden, die von Chrome OS abgeleitet ist. Das System besitzt keinen gewöhnlichen Paket-Manager, sondern lässt Anwendungen mit Docker als Verteiler in Linux-Containern laufen.

Mit dem Giant-Swarm-Service sollen Entwickler einfach und schnell ihre Applikationen in Docker-Containern veröffentlichen können. Dabei brauchen sie offenbar ihre gewünschte Architektur nur in einer Konfigurationsdatei (im JSON-Format) zu deklarieren. Giant Swarm kümmert sich darum, dass diese Applikationen laufen und die Services automatisch miteinander verbunden werden. Außerdem können Nutzer im Team an ihren Architekturen arbeiten. Es besteht selbst die Möglichkeit, diese mit der Docker-Community zu teilen.

Die kostenlose Nutzung von Giant Swarm ist insofern eingeschränkt, dass es eine Begrenzung der Skalierung von Komponenten auf maximal 10 Container gibt, die sich jedoch in Ausnahmefällen auch aufheben lassen soll. In dieser Phase werden nach und nach Entwickler von der Warteliste eingeladen, den Dienst benutzen zu dürfen.

Die Bekanntmachung von Giant Swarm erfolgte im Zuge der morgen in Amsterdam startenden europäischen DockerCon Europe. In einer Presseaussendung begrüßt das Unternehmen übrigens die Ankündigung von Rocket, dem Docker-Konkurrenten von CoreOS.

Mit Rocket und LXD entstünde ein gesunder Wettbewerb im Markt, und Docker könne sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Giant Swarm setze darauf, immer die geeigneten Bausteine auszuwählen und den Kunden einen kompletten Software-Stack zu bieten, um einfacher eine Microservice-Infrastruktur zu betreiben. Docker spiele dort eine zentrale Rolle, aber Rocket ließe sich genauso benutzen. (ane)