Apache Maven 3.0 öffnet sich domänenspezifischen Sprachen

Version 3.0 des Java-Build-Werkzeugs unter dem Apache-Dach ist kompatibel zur Vorgängerversion, setzt auf das Guice-Framework als IoC-Container und ist bei der POM-Konfigurationsdatei nicht mehr auf XML angewiesen.

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Maven-Chefentwickler Jason van Zyl hat in einem aktuellen Blog-Eintrag Version 3.0 des verbreiteten Java-Build-Tools unter dem Dach der Apache Software Foundation (ASF) zum Download freigegeben. Die zentrale Build-Infrastruktur wurde gänzlich überarbeitet. Während der Wechsel von Maven-Projekten von der 1.x- auf die 2.x-Entwicklung nur mit viel Migrationsaufwand vonstatten ging, war es Ziel für das neue Release, hier deutlich kompatibler zum Vorgänger zu sein. Zur Not haben sich die an der Entwicklung Beteiligten mit Kompatibilitätsschichten beholfen.

Als "Inversion of Control"-Container nutzt das Build-Werkzeug nun Googles Guice-Framework. Hinzugekommen sind auch Aether, eine Standard-Bibliothek für die Interaktion mit Maven-Repositories, und die Möglichkeit, automatisch einen Stacktrace im Fall eines internen Maven-Fehlers auszugeben. Ebenfalls neu ist, dass die Maven-Konfigurationsdatei POM-Datei (Project Object Model) nicht mehr XML sein muss, denn es steht mit Polyglot Maven ein Framework zur Anpassung für DSLs (Domain-Specific Languages) zur Verfügung; so ist es denkbar, die POM-Datei mit Groovy oder Ruby auszuführen.

Auch haben die Entwickler an der Unterstützung für die hardware­unabhängige, dynamische Softwareplattform OSGi und die Integration in Entwicklungsumgebungen gearbeitet. Hierfür ist das Projekt Tycho zuständig, das wie Polyglot Maven von van Zyls Unternehmen Sonatype entwickelt wird. Download-Optionen gibt es auf den Apache-Mirror-Servern (zip, tar.gz), die Maven-Website auf apache.org ist noch nicht aktualisiert.

Siehe dazu auch:

(ane)