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Aus zwei mach' eins: GitLab legt möglicherweise seine Codebasen zusammen

Die Repositorys der GitLab Communty Edition und Enterprise Edition sollen eventuell verschmelzen. An der Lizenzierung soll sich aber nichts ändern.

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Aus zwei macht eins: GitLab legt möglicherweise seine Codebasen zusammen

(Bild: GitLab)

Das Team der Softwareplattform GitLab spielt mit dem Gedanken, den Ruby-on-Rails-Code der Community und Enterprise Edition in einem einzelnen Repository zusammenzuführen. Bislang habe man die beiden Varianten getrennt verwaltet, was die Entwicklung und Verwaltung neuer Features wohl schwieriger gemacht hat, als es eigentlich sein sollte. Für Nutzer dürfte vor allem wichtig sein, dass die Änderung keinen Einfluss auf die Lizenzierung haben soll: Die Community Edition wäre nach wie vor als Open Source unter der MIT-Lizenz verfügbar.

Die bisherige Repository-Struktur bei GitLab.

(Bild: GitLab)

Im Blogbeitrag zu den Überlegungen stellt das GitLab-Team einige Probleme vor, mit denen sie zurzeit zu kämpfen haben. Demnach treten öfter Fehler auf, die nicht vorherzusehen waren. So hat beispielsweise ein Merge Request fürs Frontend einen Backport für das Community Edition Repository benötigt. Gravierender war wahrscheinlich, dass eine einzelne Änderungen in einer Spezifikation im Community-Repo für einen Fehler in der Pipeline des Master Branch sorgte – die Suche nach dem Grund hat wohl Stunden gedauert.

Außerdem führt die doppelte Buchführung regelmäßig zu längeren Arbeiten bei neuen Releases, da die beiden Repositorys aufeinander abgestimmt werden müssen. GitLab hat in den vergangenen Jahren schon einige Schritte automatisiert, die den Prozess vereinfachen sollen. Scheinbar ist die Prozedur aber immer noch nicht effektiv genug. Deshalb möchten die Entwickler womöglich die Repositorys gitlab-ce und gitlab-ee unter gitlab zusammenführen.

Die mögliche zukünftige Repository-Struktur.

(Bild: GitLab)

Allerdings würde die Änderung laut GitLab auch Nachteile mitbringen. Nutzer, die GitLab mit einem direkten Klon des Community-Repositorys installiert haben, würden auch den Enterprise-Code im neuen System herunterladen – obwohl er für das Laufen der Applikation nicht benötigt wird. Nutzer sollen ihn aber einfach entfernen können. Darüber hinaus würden Nutzer der Community-Distribution mehr Datanbank-Table als bisher erhalten – das sei aber kein großes Problem, da sie wohl die Performance nicht beeinflussen.

Noch steht die Entscheidung nicht fest. GitLab bittet daher die Community, Vorschläge einzureichen, wie man die Probleme auch anders in den Griff kriegen könnte, oder welche Tücken die Firma in ihren Plänen übersehen hat. (bbo)