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Ausblick auf Yarn 2: Kompletter Umbau des Paketmanagers

Unter dem Projektnamen Berry soll sich Yarn auch für Installationsziele jenseits der Node-Plattform öffnen und flexibel über Plug-ins erweitern lassen.

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Ausblick auf Yarn 2: Kompletter Umbau des Paketmanagers

Der ursprünglich von Facebook auf den Weg gebrachte Paketmanager Yarn tritt seit 2016 als Alternative zu npm an, um die Paketverwaltung für JavaScript und Node.js zu verbessern. Mit Blick auf die noch 2019 geplante Veröffentlichung von Yarn 2.0 – Projektname Berry – kündigen die Macher rund um Maintainer Maël Nison nun allerdings grundlegende Änderungen an. Yarn soll sich flexibel durch Plug-ins erweitern und auch als API ansprechen lassen, um künftig über die Node-Plattform hinaus als Paketmanager für weitere Installationsziele und Paketquellen einsatzbereit zu sein. Das setzt einen kompletten Umbau voraus, der auch eine Portierung der Codebasis einschließt – von Flow zu TypeScript.

Zu den wichtigsten Beweggründen für die angepeilte Neuausrichtung von Yarn zählt der Wunsch, komplexe JavaScript-Projekte einfacher abwickeln zu können. Der Paketmanager soll Entwickler noch besser darin unterstützen, Projekte komfortabel und auf Basis bewährter Verfahrensweisen zu verwalten. Dazu sollte sich Yarn nach Einschätzung von Nison aber vorhersehbarer und reproduzierbarer verhalten. Berry bleibt daher nicht länger nur eine CLI, sondern soll sich auch als API nutzen lassen, um Entwicklern künftig einige lästige Aufgaben wie das Parsen von package.json zu ersparen.

Ein überarbeitetes Protokollierungssystem, das unter anderen die diagnostischen Fehlercodes aus TypeScript aufgreift, soll Entwicklern aussagekräftige Erläuterungen bieten, die anhand vollständig mit individuellen Codes dokumentierter Fehler- und Warnmeldungen Hilfestellung leisten. Mit dem angekündigten Wechsel von Flow Types zu TypeScript wollen die Yarn-Macher auch noch mehr Entwickler als Contributors für den Paketmanager gewinnen.

Anfang Februar soll ein neues Repository für Yarn 2.0 eröffnet werden. Anschließend steht Berry dann per yarn policies set-version berry für den Projekteinsatz zur Verfügung. Da die Macher nicht vor Jahresmitte mit einer ersten stabilen Version von Yarn 2.0 rechnen, bleibt Version 1.0 unverändert erste Wahl, die auch weiterentwickelt und gepflegt werden soll. Weitere Details zu den Plänen für Yarn 2.0 und eine Zusammenfassung aller Neuerungen finden sich in der Ankündigung von Nison auf der Projektwebsite auf GitHub.

Siehe hierzu auf heise Developer auch:

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