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BPMN 2.0 für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Fachabteilung und IT

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Das Standardisierungsgremium OMG (Object Management Group) hat die Version 2.0 der Business Process Model and Notation (BPMN) offiziell verabschiedet. Die für Produktanbieter im Bereich Geschäftsprozessmodellierung (Business Process Management; BPM) als wichtig erachtete Spezifikation beschreibt sowohl eine grafische Notation als auch ein Metamodell samt Ausführungssemantik für Geschäftsprozesse.

Die zuvor unter der Bezeichnung Business Process Modeling Notation laufende Spezifikation soll sich für die fachliche Prozessmodellierung genauso verwenden lassen wie für die technische Automatisierung. Darin unterscheidet sich der Standard von anderen BPM-Spezifikationen wie der Business Process Execution Language (BPEL) und der XML Process Definition Language (XPDL). Die BPMN 2.0 hat großes Potenzial, sich in Softwareentwicklung und fachlicher Modellierung von Geschäftsprozessen als Standard durchzusetzen. Etliche Hersteller hatten, obgleich sie noch nicht fertig war, schon früh angekündigt, sie in ihren Produkten zu implementieren. An ihrer Ausführung waren Unternehmen wie IBM, Oracle, SAP, Software AG und Tibco beteiligt.

Durch die erweiterte Symbolpalette in BPMN 2.0 sollen sich bestimmte fachliche Abläufe gegenüber der Vorgängerversion leichter modellieren lassen. Mit neu eingeführten Konformitätsklassen kann man zudem die Symbolpalette auf eine Untermenge beschränken. Die neuen Konversations- und Choreographie-Diagramme sind darüber hinaus komplementär zu den bereits bekannten Kollaborationsdiagrammen. Beide haben ihren Fokus auf dem Austausch von Nachrichten zwischen Prozessbeteiligten.

Das beispielhafte BPMN-Diagramm zeigt den Ablauf einer Pizza-Bestellung eines Kunden und den zugehörigen Lieferprozess des Pizza-Bäckers.

(Bild: bpm-guide.de/bpmn/)

(ane)