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Basho optimiert seine NoSQL-Datenbank für das Internet of Things

Riak TS sortiert schnell eingehende Daten bereits vor dem Verteilen im Cluster, um später schnellere Abfragen zu ermöglichen.

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Basho kündigt Riak-NoSQL TS für IoT an

(Bild: Basho)

Bashos Riak-NoSQL-Datenbanken sind als verteilte Systeme wie Apache Cassandra auf große Datenmengen ausgelegt. Besonders bei Anwendungen aus dem Bereich Internet of Things strömen Daten beispielsweise von Sensoren sehr schnell in das System und müssen entsprechend verarbeitet werden. Basho hat Riak TS für solche Szenarien optimiert. Das "TS" steht für Time Series, also einen kontinuierlichen Datenstrom.

Die Architektur ist im Kern dieselbe wie bei Riak KV (für Key/Value). Die Optimierungen sorgen bereits beim Schreiben der eingehenden Daten dafür, dass sie in späteren Queries schnell verarbeitet werden können. Riak TS gruppiert die Daten, bevor es sie auf dem Cluster verteilt, damit spätere Abfragen über einen bestimmten Zeitraum oder eine geographische Region schneller erfolgen. Die Administratoren bestimmen die Sortierreihenfolge über Composite Keys, die aus Zeit, Ort und Datenart bestehen. Die Queries dürfen eine SQL-ähnliche Form haben.

Wie bei den anderen beiden Familienmitglieder Riak KV und dem für hybride Cloud-Anwendungen optimierten Riak S2 gibt es unterschiedliche Lizenzmodelle zwischen Open Source und Enterprise. Die Riak-Konnektoren für Redis, Apache Spark und Solr funktionieren auch mit der TS-Variante.

Ob Basho mit der Fokussierung auf Echtzeitdaten wieder dauerhaft im NoSQL-Umfeld Fuß fassen kann, muss sich zeigen. 2014 hatten zahlreiche Führungskräfte das Unternehmen verlassen, und im Januar diesen Jahres verkündete CEO Adam Wray eine neue Ausrichtung, die vor allem verstärkt auf den Verkauf von Enterprise-Lizenzen setzt.

(rme)