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Bemühungen für standardisierte Cloud-APIs

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Die Standardisierungsorganistion Distributed Management Task Force (DMTF) hat zwei Dokumente veröffentlicht, die dabei helfen sollen, standardisierte Programmierschnittstellen für den Einsatz von Cloud-Systemen zu beschreiben. Die Dokumente – "Architecture for Managing Clouds" und "Use Cases and Interactions for Managing Clouds" – sind ein Arbeitsergebnis des letztes Jahr initierten "Open Cloud Standards Incubator", die als Basis für die weitere Standardisierung an in Cloud-Infrastrukturen zu verwendenden Schnittstellen und Formaten dienen sollen.

Zusätzlich hat die Organisation mit der Cloud Management Workgroup (CMWG) eine weitere Arbeitsgruppe gestartet, die sich auf das Cloud-Management auf Basis der in den Incubator-Dokumenten erarbeiten Empfehlungen konzentrieren soll. Dabei soll sie mit anderen Organisationen wie der Storage Network Industry Association (SNIA), dem Open Grid Forum (OGF), dem TeleManagement Forum und der Cloud Security Alliance (CSA) zusammenarbeiten.

Ein wichtiges Anliegen stellt beispielsweise dar, dass Unternehmen ihre Anwendungen und Daten von der einen zu einer anderen Cloud-Umgebung transferieren können. Eine zentrale Rolle soll das von der Organisation unterstützte Open Virtualization Format (OVF) spielen, das ein offenes, sicheres, portables und erweiterbares Format für die Verpackung und Verteilung von Software beschreibt, die in virtuellen Maschinen läuft. Der DMTF gehören Unternehmen wie AMD, Cisco, Citrix, Dell, EMC, Fujitsu, HP, IBM, Intel, Microsoft, Oracle und VMware an. Weitere Bestrebungen, Cloud Computing zu standardisieren, sind unter anderem das Open Cloud Consortium und das Open Cloud Manifesto.

Beim Cloud Computing liegt der Schwerpunkt der Rechenleistung, Anwendungsbereitstellung und Datenspeicherung nicht auf dem Client, sondern bei den Servern, die in Grids und großen, verteilten Serverfarmen organisiert sind. Cloud Computing bildet damit auch eine der Grundlagen und Erweiterungen für "Software as a Service" als Anwendungsmodell, bei dem Applikationen nicht auf der lokalen Maschine der Anwender installiert werden, sondern als Dienstleistungen je nach Bedarf über Serverfarmen ausgeliefert werden. (ane)