BlackBerry Jarvis bringt Codeanalyse für Software in Autos

Das kanadische Unternehmen hat eine Software-as-a-Service-Plattform für Autohersteller und OEMs angekündigt, die mit statischer Codeanalyse die Softwarebausteine in Fahrzeugen überprüft.

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BlackBerry Jarvis bringt Codeanalyse für Software in Autos

Auf der NAIAS 2018 (North American International Automotive Show) in Detroit hat BlackBerry-CEO John Chen die Software-as-a-Sercive-Plattform (SaaS) Jarvis angekündigt. Sie soll Automobilherstellern dabei helfen, die im Fahrzeug verwendete Software zu überprüfen. Auf der Projektseite von BlackBerry QNX ist von über hundert Millionen Codezeilen die Rede, die insgesamt in einem Auto zu finden sind.

Jarvis untersucht die Binärdateien auf bekannte Schwachstellen und Sicherheitslücken. Ein Zugriff auf den Quellcode der Drittanbieter ist nicht notwendig. Hinsichtlich der technischen Umsetzung sind die Informationen auf der Jarvis-Seite derzeit recht dürftig. Auch ist nicht ersichtlich, auf welche Architekturen die Plattform ausgerichtet ist. Jarvis bietet eine API zur Integration in Entwicklungswerkzeuge und Dashboards zur Code-Analyse. Für zusätzliche Funktionen und Anpassungen lassen sich "Executors" genannte Module hinzufügen.

Mit der Ankündigung baut BlackBerry den Bereich Security weiter aus, nachdem es das Feld der mobilen Betriebssysteme vollständig Apple und Google überlassen hat. Im Automobilsektor ist das kanadische Unternehmen kein Neuling: QNX übernahm es bereits 2010. Das gleichnamige Echtzeitbetriebssystem ist vor allem auf Embedded-Systeme ausgerichtet und wird im Automotive-Bereich eingesetzt. Anfang 2017 hatte BlackBerry QNX auf der CES eine Softwareplattform für selbstfahrende Autos und Connected Cars angekündigt.

Über den Preis und das Veröffentlichungsdatum schweigt sich die Jarvis-Seite ebenso aus wie zu den technischen Details. Interessierte Automobilhersteller und OEMs können dort lediglich ein Formular ausfüllen, um über die Entwicklung von Jarvis auf dem Laufenden zu bleiben. (rme)