BlackBerry: Neues Geschäftsfeld Internet der Dinge

Das in San Francisco angekündigte Project Ion soll in einer Softwareplattform aus Cloud-Backend, dem Betriebssystem QNX und den Enterprise-Mobility-Management-Anwendungen des Unternehmens kulminieren.

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Von
  • Alexander Neumann

Je nachdem, wen man fragt, werden für 2020 zwischen 50 und 100 Milliarden vernetzte Geräte prognostiziert. Der Smartphone-Pionier BlackBerry hat in San Francisco auf O'Reillys SOLID-Konferenz nun berichtet, von der zunehmenden Vernetzung aller möglichen Geräte profitieren zu wollen. Das Unternehmen kündigte dafür eine Plattform zum Entwickeln und Bereitstellen von Anwendungen für das Internet der Dinge an.

Sie basiert auf einem Cloud-Backend, dem 2010 zugekauften Betriebssystem QNX und den Enterprise-Mobility-Management-Anwendungen des Unternehmens. Das in Embedded-Szenarien weitverbreitete und auch in BlackBerry 10 verwendete QNX ist nach Ansicht von BlackBerry besonders gut für die Anwendung in vernetzten Geräten geeignet, weil es als schlank und sicher gilt.

Ziel der Initiative "Project Ion" sei eine Komplettlösung für das sogenannte Internet der Dinge. Die Softwareplattform soll außerdem durch ein Ökosystem aus Partnerunternehmen, Carriern und Anwendungsentwicklern gestützt werden. Außerdem ist BlackBerrry dem Industrial Internet Consortium (ICC) beigetreten, das im März dieses Jahres Industrieschwergewichte wie AT&T, Cisco, General Electric (GE), IBM und Intel gegründet hatten. Es will offene Standards entwickeln und etablieren, die die Interoperabilität der unterschiedlichen vernetzten Geräte gewährleisten.

Noch sind die Informationen zum Project Ion rar gesät. Wer darüber auf dem Laufenden gehalten werden möchte, kann sich dafür registrieren.

Der Konzern hatte die Anfangszeit des Smartphone-Geschäfts mitgeprägt, verlor jedoch in den vergangenen Jahren den Anschluss an Samsung und Apple. Laut Marktforschern betrug der Anteil von BlackBerry am Smartphone-Absatz zuletzt weniger als ein Prozent. Der neue Chef John Chen will unter anderem mit Cloud-Diensten und einem Fokus auf das Geschäft mit Unternehmen gegensteuern. Schon bald sollen Entwickler und Partner auf erste Komponenten der Ion-Initiative zugreifen können. Die IoT-Plattform (Internet of Things) selbst könnte Anfang 2015 finalisiert werden. (ane)