Menü
Developer

BlackBerry will Entwickler bei der Stange halten

Auf dem offiziellen Developer-Blog möchte BlackBerry Bedenken zerstreuen, dass das hauseigene Betriebssystem ein Auslaufmodell sei.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 17 Beiträge
BlackBerry

(Bild: dpa, Stephen Morrison)

Entwickler, die Software für BlackBerry OS schreiben, können durch die jüngsten Ankündigungen des kanadischen Unternehmens berechtigte Zweifel daran bekommen, wie zukunftssicher die Plattform sei. Das jüngste Smartphone mit dem Namen Blackberry Priv hat Android statt des hauseigenen Betriebssystem an Bord. Hinzu kommt die Ankündigung des Konzernchefs John Chen, dass BlackBerry aus dem Hardwaregeschäft aussteigen könnte, wenn es bis Ende nächsten Jahres weitere Verluste mit sich bringt.

Blackberry Priv (5 Bilder)

Das Priv kommt von Blackberry, auf dem 5,4-Zoll-Gerät läuft aber Android 5.1 und nicht mehr das eigene System.
(Bild: Blackberry)

Die Bedenken der Entwickler versucht ein Beitrag im offiziellen BlackBerry-Developer-Blog zu zerstreuen. Zunächst gibt es ein klares Bekenntnis zum hauseigenen Betriebssystem verbunden mit der Ankündigung der Version 10.3.3 für Anfang 2016. Auch die aktuellen Werkzeuge seien auf Langlebigkeit ausgerichtet. Außerplanmäßige SDKs oder APIs seien nicht zu erwarten, und man bleibe Qt 4.8 treu – ein Wechsel auf Qt 5.x stehe nicht an.

WebWorks-Anwendungen würden durch die neuesten Updates von Apache Cordova abgedeckt. WebWorks 2.0 baue zwar auf eine ältere Cordova-Version, die sich aber mit zwei Befehlen auf den aktuellen Stand bringen ließe. Auch zukünftig werde die Android-Runtime ein fester Bestandteil von BlackBerry 10 sein – und damit die Entwickler, die Android-Programme über die BlackBerry World anbieten, auf der sicheren Seite.

Der hauseigene Marktplatz ist der nächste Punkt in der Liste: BlackBerry World bleibe die Quelle für Business-Apps. Der Blackberry Enterprise Service 12 (BES) für geschützte Anwendungen soll ebenso langfristig bestehen bleiben wie die BES-Unterstützung für Android for Work. Der Amazon Appstore sei der präferierte Marktplatz für Spiele und sonstige Apps. Die Unterteilung bleibt eine Empfehlung: Die Entwickler entscheiden selbst, welchen Store sie nutzen.

"Wir lieben unsere Entwickler immer noch!" – so die letzte Überschrift des Beitrags. Das zeige sich auch an den fortgesetzten Partnerprogrammen und der Unterstützung in den Foren, dem Blog und dem Developer Channel.

(rme)