Build 2017: Microsoft aktualisiert Entwicklerwerkzeuge

Für Visual Studio 2017 liefert Microsoft die im ersten Release fehlenden Module für Python, R und F# nach. Außerdem gibt es eine erste stabile Variante von Visual Studio for Mac und Erweiterungen bei .NET Core und dem Azure Web Portal.

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Build 2017: Microsoft aktualisiert Entwicklertools
Von
  • Holger Schwichtenberg

Im Rahmen der Build-Konferenz in Seattle hat Microsoft einige Verbesserungen für diverse Entwicklerwerkzeuge angekündigt. Die seit heute fertige Version 15.2 von Visual Studio 2017 bietet wie der Vorgänger Visual Studio 2015 wieder Unterstützung für Python, R und F#. Außerdem enthält es TypeScript 2.2.

Parallel ist eine Vorschau auf die Version 15.3 mit neuen Funktionen erschienen. Sie bietet Continuous-Delivery-Unterstützung für ASP.NET- und ASP.NET-Core-Anwendungen, die als Azure App Service gehostet werden. Mit dem Visual Studio Snapshot Debugger erhalten Entwickler Stack-Informationen, wenn in Azure betriebene Anwendungen auf einen Laufzeitfehler stoßen. Alternativ können sie Snappoints setzen, zu denen sie Debugging-Informationen erhalten. Beim Einsatz von Docker-Containern ist nun auch ein Container-übergreifendes Debugging möglich.

Für .NET-Core-Projekte können Entwickler nun auch Live Unit Testing verwenden. Damit sehen sie bereits kurz nach dem Speichern einer Quellcodedatei, ob die Unit Tests erfolgreich waren. Die Werkzeuge für .NET Core hat Microsoft auf die Preview-Version des .NET Core 2.0 SDK aktualisiert.

Das Azure Web Portal zum Verwalten der Microsoft-Cloud-Dienste bietet neuerdings eine in den Browser integrierte Bash-Konsole, die die Verwaltung über die Kommandozeile ermöglicht. Die Shell ist auch in den neuen Azure-Verwaltungs-Apps für iOS und Android verfügbar – von Windows Phone war übrigens keine Rede. Künftig sollen die Nutzer zwischen Bash und PowerShell wählen können.

Die Azure Cloud Shell ermöglicht die Verwaltung über die Bash-Kommandozeile.

(Bild: Microsoft)

Visual Studio for Mac ist erstmalig als stabile Version erschienen. Bei der Entwicklungsumgebung handelt es sich nicht um eine Portierung des Visual Studio für Windows, sondern um eine überarbeitete Version des zugekauften Xamarin Studio. Visual Studio for Mac erlaubt nur die Entwicklung mit .NET Core, Xamarin und Unity. Microsoft hatte das Werkzeug erstmals vergangenen November auf der Online-Konferenz Connect(); vorgestellt. (rme)