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C++17 soll Großes bringen

Inspiriert von aktuellen Entwicklungskonzepten wie Continuous Delivery, versucht man bei C++ vom Modell "ein Standard pro Dekade" abzurücken. C++17 soll als nächstes großes Release u.a. die Art ändern, wie über Bibliotheksdesign gedacht wird.

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Obwohl die aktuellste der C++-Versionen in Form von C++14 erst vor Kurzem für fertig erklärt wurde, arbeiten die Entwickler hinter der Sprache schon lange an der für 2017 geplanten nächsten Variante. Hatte die jüngste Aktualisierung noch den Zweck, nicht rechtzeitig für C++11 fertig gewordene Features nachzuschieben und auf Konsequenzen, die sich aus dem Design des Vorgängers ergeben haben, bei Bedarf reagieren zu können, soll C++17 wieder Großes bringen.

Der Vater der Sprache, Bjarne Stroustrup, sprach mit heise Developer nicht nur über Hochs und Tiefs während der vergangenen 35 Jahre, sondern warf auch einen Blick in die Zukunft. Seiner Meinung nach werden Nebenläufigkeit und Parallelität große Themen des nächsten Release. Das Komitee, das mit der Arbeit am ISO-Standard betraut ist, arbeite hierzu bereits an technischen Spezifikationen, die einen Zwischenschritt auf dem Weg zum Standard darstellten. Mit ihnen hätten C++-Entwickler schon vor der Standardisierung die Chance, Neuerungen in realem Code auszuprobieren.

Die größten Änderungen würden aber wohl sogenannte Konzepte (concepts) bringen: "Sie werden die Art ändern, wie wir über generische Programmierung und Bibliotheksdesign denken. Konzepte sind schon jetzt im GCC-Zweig vorhanden und weitere Implementierungen bereits in Arbeit." Für die Zukunft der Sprache wünsche er sich generell außerdem eine aufgeräumtere Syntax, ein höheres Maß an Typsicherheit und höhere Geschwindigkeiten beim Kompilieren.

Das komplette Interview lässt sich auf heise Developer nachlesen:

(jul)