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C++-Compiler zapcc steht jetzt unter Open-Source-Lizenz

Als kompatible Alternative zu Clang verspricht der LLVM-Compiler zapcc deutlich kürzere Kompilierzeiten.

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C++-Compiler zapcc steht jetzt unter Open-Source-Lizenz

Das israelische Softwareentwicklungsunternehmen Ceemple stellt seinen C++-Compiler zapcc ab sofort unter Open-Source-Lizenz frei zur Verfügung. Der LLVM-Compiler ist kompatibel zu Clang. Die Ceemple-Gründer Yaron Keren und Ophir Herbst haben zapcc jedoch konsequent auf Performance getrimmt, um insbesondere die Kompilierzeiten zu verkürzen. Dazu nutzen sie eine Client-Server-Architektur mit In-Memory Caching, die vor allem beim Rekompilieren von Code Geschwindigkeitsvorteile im Vergleich mit alternativen Compilern wie Clang oder GCC bieten soll. Verbreitete Caching-Technologien wie ccache, distcc, warp, C++-Modules oder vorkompilierte Header kommen bei zapcc nicht zum Einsatz.

Seit zapcc im vergangenen Jahr Version 1.0 erreicht hat, konnte der Compiler in verschiedenen Benchmarktests seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Unter anderen in einem von Colfax Research durchgeführten Vergleich zeigte zapcc in einzelnen Benchmarks um den Faktor 1,6 bessere Kompilierzeiten (TMV Library) als konkurrierende Compiler. Die Performance der erstellten Executables lag jedoch auf dem für LLVM-Compiler typischen Niveau.

Zapcc ist vollständig kompatibel mit Clang und verwendet die gleiche Syntax. Der C++-Compiler steht unter LLVM-Release-Lizenz (University of Illinois/NCSA) komplett auf GitHub zur Verfügung. Der letzte Merge mit LLVM r307021 erfolgte am 3. Juli 2017. Aktuell kann mit zapcc Code für Linux x64 kompiliert werden, die Unterstützung für Windows x64 ist noch experimentell. (map)