CNCF-Projekt: CloudEvents-Spezifikation erreicht Version 1.0

Der bei der Cloud Native Computing Foundation entwickelte Standard soll die Beschreibung von Event-Daten vereinheitlichen und mehr Interoperabilität schaffen.

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(Bild: CNCF)

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CloudEvents ist ein Standard, um Event-Daten einheitlich zu beschreiben und somit eine bessere Interoperabilität beim Austausch von Events zu ermöglichen. Das unter dem Dach der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) vorangetriebene Projekt hat nun den ersten großen Meilenstein erreicht und Version 1.0 vorgelegt.

Das ursprünglich im Rahmen der CNCF Serverless Working Group gestartete Projekt verfolgt das Ziel, eine Spezifikation zur Beschreibung von Ereignisdaten in gängigen Formaten zu entwickeln, um verbesserte Interoperabilität zwischen Diensten, Plattformen und Systemen zu gewährleisten. Denn bisher gehen die Anbieter Event-basierter Systeme dabei unterschiedliche Wege. Entwickler müssen sich dadurch auf immer wieder neue Formate und Herangehensweisen einstellen, was nicht nur die Portabilität von Anwendungen, sondern auch die produktive Nutzung von Eventdaten einschränkt. Der CloudEvents-Standard soll dazu beitragen, die von Bibliotheken, Tools und Infrastrukturen bereitgestellten Ereignisdaten möglichst einfach übergreifend für SDKs, Event Router oder Tracing-Systeme nutzbar zu machen.

Seit das Projekt im Mai 2018 bei der CNCF den Sandbox-Level erreicht hatte, konzentrierte sich das Team hinter CloudEvents darauf, die für mehr Interoperabilität in verteilten Systemen erforderlichen Zielvorgaben umzusetzen. Die Systeme sollen dazu Diensten die Möglichkeit geben, Ereignisse zu produzieren oder zu konsumieren, bei denen Hersteller und Verbraucher unabhängig voneinander entwickelt und eingesetzt werden können. CloudEvents definiert dazu eine Reihe von Metadaten, die sogenannten Attribute. Sie beschreiben das zwischen den Systemen übertragene Ereignis und wie die Metadaten in der Nachricht erscheinen sollen. Durch ein Mindestmaß an Informationen soll sichergestellt werden, dass die jeweilige Anfrage an die richtige Komponente weitergeleitet und das Ereignis durch diese Komponente ordnungsgemäß verarbeitet wird.

Ergänzend zur Definition der Attribute sieht CloudEvents auch eine Spezifikation dafür vor, wie sich das Ereignis in verschiedenen Formaten (JSON etc.) und Protokollen (HTTP, AMQP, MQTT, Kafka etc.) serialisieren lässt. Detailliertere Informationen zu den Designzielen finden sich in der einführenden Dokumentation zu CloudEvents auf GitHub. Den aktuellen Stand zur Entwicklung der Spezifikation fassen die Release Notes zusammen. (map)