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Camunda sichert sich 25 Millionen Euro für die weitere Expansion

Im Rahmen einer Series-A-Finanzierungsrunde erhält der Berliner BPM-Spezialist Investitionskapital für den Geschäftsausbau in Europa, den USA und Asien.

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Camunda sichert sich 25 Millionen Euro für die weitere Expansion

(Bild: kreatikar / pixabay)

Die auf Open-Source-Software für das Workflow-Management spezialisierte Berliner Forma Camunda erhält von der Investmentgesellschaft Highland Europe 25 Millionen Euro im Rahmen einer Series-A-Finanzierungsrunde. Das 2008 von Bernd Rücker und Jakob Freund gegründete Unternehmen will die Finanzspritze nutzen, um seine Expansion in Europa, den USA und Asien zu finanzieren. Die Autoren des Buchs "Real Life BPMN" greifen damit erstmals in der Geschichte ihres Unternehmens auf externes Kapital zurück, um den Geschäftsausbau voranzutreiben. "Wir waren von Anfang an ein profitables Unternehmen mit kontinuierlichen Umsätzen", betont Rücker.

Das Camunda-Team im September 2018.

(Bild: Camunda)

In den zurückliegenden 12 Monaten verzeichnete Camunda ein Umsatzplus von fast 100 Prozent. Inzwischen nutzen bereits über 200 Firmen der unterschiedlichsten Branchen – darunter die Deutsche Bahn, Universal Music Group und Zalando – die Camunda-Software für das Business Process Management (BPM). Die finanzielle Unterstützung durch Highland Europe soll Camunda nun die Möglichkeit schaffen, die weitere Expansion zu meistern, ohne den Fokus auf die Weiterentwicklung der eigenen Produkte zu verlieren. Die digitale Transformation habe sich industrieübergreifend zum zentralen Wachstumsfaktor entwickelt. "Dafür ist die Automatisierung von Geschäftsprozessen unerlässlich", ergänzt Sam Brooks, Partner bei Highland Europe. Im Schulterschluss mit dem Camunda-Management will der Investor den Softwareanbieter in eine führende Position im Bereich Workflow-Automatisierung weiterentwickeln.

Camunda hat bei der Entwicklung der eigenen BPM-Plattform auf Basis des BPMN-Standards (Business Process Model and Notation) stets die Bedürfnisse von Softwareentwicklern in den Fokus gerückt, um deren Einbindung in die Workflow-Prozesse des jeweiligen Unternehmens zu optimieren. Für mehr Flexibilität in der Arbeit mit Workflow-Engines stellt Camunda Entwicklern seit Version 7.2 der BPM-Plattform außerdem eine Integration des CMMN-Standard (Case Management Model and Notation) zur Verfügung, mit der sich auch komplexere Prozesse abbilden lassen, in denen beispielsweise Entscheidungsprozesse und Abhängigkeiten zu berücksichtigen sind. Im vergangenen Jahr haben die Berliner BPM-Spezialisten ihr Angebot zudem um Zeebe erweitert, ein Open-Source-Projekt für die Microservice-Orchestrierung. (map)