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Chefentwickler kehrt Delphi-Entwicklung mehr oder minder den Rücken

Nach über 24 Jahren der Zugehörigkeit an der Entwicklung der Programmierumgebung verlässt Allen Bauer Embarcadero. Seine Einschätzungen im eigenen Blog und in einem Diskussionsforum sprechen für eine unsichere Zukunft von Delphi.

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Allen Bauer, Chefentwickler der Entwicklungsumgebung Delphi, hat das Unternehmen Embarcadero verlassen. Das nährt eine gewisse Unsicherheit zur Zukunft der Entwicklungsumgebung, zumal Bauer über 24 Jahre für die jeweils für Delphi zuständigen Unternehmen gearbeitet hatte. Auch kommt der Abschied zu einer Zeit, wo der Besitzer der IDE zum wiederholten Mal den Besitzer gewechselt hat. Denn erst im Oktober 2015 hatte der Datenbankexperte Idera den bisherigen Besitzer Embarcadero gekauft, der Delphi wiederum 2008 von CodeGear beziehungsweise Borland übernommen hatte.

Bauer wechselt zu Google, ohne dass er genaue Angaben zur Beschäftigung macht. Der Delphi-Community will er so lange erhalten bleiben, wie das die neue Beschäftigung zulasse. Dass der einstige Delphi-Chefentwickler in seinem Abschieds-Blog-Beitrag von einer gewissen Unsicherheit zur Zukunft von Delphi und RAD Studio spricht, verheißt jedoch nichts Gutes, zumal er in einer Google+-Diskussion sagt, dass es offenbar keine Pläne dafür gebe, seine Position neu zu besetzen. Alle, die laut ihm außerdem dafür in Frage kämen, hätten Idera verlassen oder einen anderen Aufgabenfokus.

Kürzlich hatte es noch Informationen zur weiteren Roadmap der Entwicklungsumgebung gegeben, die sich eigentlich verheißungsvoll anhören. Im Interview mit heise Developer kurz nach der Bekanntgabe der Embarcadero-Übernahme hieß es zusätzlich, dass man bei Idera noch reichlich Potenzial für die ehemaligen Borland-Entwicklungswerkzeuge sehe. So mancher wird nun einwenden, dass die guten Absichten und Pläne auch umgesetzt werden müssen. (ane)