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Cloud Foundry: Platform as a Service à la VMware

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VMware hat mit der Cloud Foundry einen neuen gehosteten und gemanagten Service angekündigt, mit dem Anwender ihre Spring-, Roo-, Grails-, Rails-, Sinatra- oder Node.js-Anwendungen in VMwares vSphere als Private- oder Public Cloud laufen lassen können. vSphere, VMwares Cloud-Plattform, übernimmt Aufgaben wie Messaging, Elastic Data Management, Lastverteilung und Performance-Management. Entwickler können mit dem neuen Dienst ihre Applikationen entweder aus der Kommandozeilenkonsole oder ihrer Entwicklungsumgebung in die Cloud einspielen. Nicht unterstützt werden jedoch "Java EE"-Anwendungen.

Der neue Platform as a Service (PaaS), der vergleichbar mit den Angeboten von Microsoft (Windows Azure) und Google (App Engine), jedoch im Gegensatz zu diesen Open Source ist, bietet Datenanbindungen an gewöhnliche relationale Datenbanken. Zur initialen Auswahl gehört beispielsweise MySQL, aber auch Vertreter der NoSQL-Datenbanken wie Redis und MongoDB werden genannt. Unterstützung für die von VMware geförderten RabbitMQ (Messaging) und GemFire (verteiltes Datenmanagement) gibt es ebenfalls oder sollen schon bald folgen.

Auch neu ist die Website CloudFoundry.org, eine Community-Website für Entwickler, die an dem auf der Hosting-Plattform GitHub gelagerten Open-Source-Code mitarbeiten wollen. Der unter der Apache-2-Lizenz stehende Code enthält unter anderem Instruktionen, wie man einen Ubuntu-10.04-basierten Cloud-Knoten für die Entwicklung einrichten und testen kann.

Zuvor lief Cloud Foundry allein als Technik, die es ermöglichte, Spring-Applikationen zu Amazons "Elastic Cloud Computing"-Infrastrukturlösung (EC2) auszuliefern. Die Technik ging aus der Übernahme eines gleichnamigen Unternehmens im Sommer 2009 hervor. Zu der Zeit hatte VMware auch angekündigt, den Dienst auf die eigene vSphere-Plattform ausbauen zu wollen, was jetzt umgesetzt zu sein scheint.

Cloud Foundry soll die "natürliche" Cloud-Plattform für Spring-Entwickler werden.

(Bild: blog.springsource.com)

In Kürze will der Hersteller darüber hinaus mit "Micro Cloud" ein herunterzuladendes Image von Cloud Foundry bereitstellen, über das man eine Entwicklerinstanz einfacher zum Laufen bringen kann. Diese Technik wird ebenfalls als Open Source zur Verfügung stehen. Darüber hinaus wird VMware Unternehmen auch eine kommerzielle Variante seines neuen Dienstes anbieten. (ane)