Cloud Foundry Summit: Container-Nutzung weiterhin schleppend

Die Cloud Foundry Foundation hat auf ihrer europäischen Hausmesse die sogenannte "Container Runtime" als Standard-Container-Bereitstellungsmethode für Cloud Foundry mit Kubernetes und BOSH vorgestellt.

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Cloud Foundry Summit: Container-Nutzung weiterhin schleppend
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Die Cloud Foundry Foundation (CFF) hält derzeit in Basel ihren europäischen Summit ab, auf dem sie auch eine Bilanz über die Nutzung verschiedener Cloud-Techniken zieht. Als besonders enttäuschend stellt sich dabei die nur langsam voranschreitende Nutzung von Anwendungs-Containern heraus. Laut einer eigenen Studie setzen nur 25 Prozent der Unternehmen Container im produktiven Umfeld ein, das sind nur magere drei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Dieser geringe Wert sei für die CFF umso überraschender, da Container nach deren Einschätzung derzeit eine allgemeine Hype-Phase erleben. "Wir wissen, dass sich 70 Prozent aller Unternehmen in irgendeiner Form mit Containern beschäftigen", meint Abby Kearns, Executive Director der Foundation.

Um die Nutzung von Containern weiter zu fördern, hat man jetzt eine neue kommerzielle Container-Management-Plattform zur Kubernetes-Nutzung vorgestellt. Cloud Foundry Container Runtime (CFCR) heißt das Paket. Es wurde einstmals unter dem Projektnamen Kubo von Google und Pivotal entwickelt und vor kurzem der CFF überstellt. CFCR zielt darauf ab, als anwendungszentrierte Plattform die gesamte Container-Entwicklung zu vereinfachen und zu beschleunigen. Die Plattform basiert unter anderen auf BOSH, einer standardisierten Methode zum Managen hochverfügbarer Kubernetes-Cluster.

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Zwei Kommentare gab es bereits im Zuge dieser Ankündigung. Vom CFF-Mitglied Swisscom meldete sich deren Cloud-Anwendungschef Marco Hochstätter: "Swisscom sieht in der künftigen Nutzung dieser Technologie hervorragende Möglichkeiten." Und Fintan Ryan, Analyst bei RedMonk, meinte: "CFCR bietet eine einfache Möglichkeit eine hochverfügbare Kubernetes-Umgebung einzurichten und viele Anfangsschwierigkeiten von vornherein zu umgehen."

Die CFF positioniert die neue CFCR als eine Alternative zur CFAR-Plattform (Cloud Foundry Application Runtime; früher Elastic Runtime), wobei CFCR mehr die Entwicklung und CFAR mehr den Betrieb im Fokus haben. Beide Plattformen bieten die Möglichkeit, Applikationen in einer nahezu beliebigen Programmiersprache und in einem beliebigen Framework in der Cloud auszuführen. (Harald Weiss) / (ane)

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