Cloud-Framework: Microsoft hievt Orleans auf Version 3.0

Microsoft hat den Netzwerk-Layer des Frameworks Orleans vollständig ausgetauscht und ermöglicht dadurch die Verwendung von TLS.

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(Bild: Gorodenkoff / Shutterstock.com)

Von
  • Björn Bohn

Nach über einem Jahr seit der letzten Hauptversion hat Microsoft Version 3.0 des Frameworks Orleans veröffentlicht, mit dem Entwickler .NET nutzen können, um Cloud-Dienste zu erstellen. Zu den Neuerungen zählen ein vollständig überarbeiteter Netzwerk-Layer auf Basis des Projekts Bedrock, wodurch Anwender nun Kommunikationen via TLS sichern können. Durch ein Zusammenspiel mit .NET Generic Host ist es nun auch einfacher, Orleans zusammen mit anderen Frameworks wie ASP.NET Core laufen zu lassen. Außerdem haben die Redmonder allgemein an der Zuverlässigkeit und Performance geschraubt.

Mit Orleans 3.0 können Anwender nun nach langer Wartezeit auf TLS zum Sichern der Kommunikation zurückgreifen. Das ermöglicht das Framework durch das Paket Microsoft.Orleans.Connections.Security. Laut Microsoft war die Verfügbarkeit von TLS keine einfache Geschichte, da man im bisherigen Netzwerk-Layer TLS nicht einfach mit SslStream adaptieren konnte. Folglich haben die Redmonder den Layer für die Version 3.0 vollständig überarbeitet.

Dafür setzt Orleans nun auf die Initivative Project Bedrock, gestartet vom ASP.NET-Team. Sie soll Entwicklern helfen, robuste Netzwerk-Clients und -Server zu erstellen. Mit der Umstellung war der TLS-Support wohl eine einfache Sache, ein netter Nebeneffekt seien ein rund 30 Prozent besserer Datendurchsatz im Vergleich zur vorherigen Variante.

Durch den Einsatz von .NET Generic Host können Entwickler Orleans nun zusammen mit anderen Frameworks wie ASP.NET Core verwenden. Mit dem generischen Host-Builder teilt sich Orleans einen Dienstanbieter mit anderen gehosteten Services. Dadurch erhalten sie Zugang zu Orleans. So können beispielsweise Entwickler IClusterClient oder IGrainFactory in einen ASP.NET Core MVC-Controller einfügen und Grains direkt aus seiner MVC-Anwendung aufrufen.

Die Funktion kann beispielsweise dazu dienen, weitere Funktionieren zu existierenden Applikationen hinzuzufügen. Microsoft erklärt, dass einige Teams Co-Hosting nutzen, um Kubernetes-Funktionen zu ihren Orleans-Silos hinzuzufügen.

Eine vollständige Liste der Neuerungen findet sich im Blogbeitrag zum Release. Weitere Informationen bietet das zugehörige GitHub-Repository. (bbo)